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Rinteln Stadt Endlich günstig pendeln?
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Endlich günstig pendeln?
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08:00 29.11.2018
Ab April 2019 sind Pendler vom Bahnhof Rinteln möglicherweise mit dem günstigen GVH-Tarif unterwegs.
Ab April 2019 sind Pendler vom Bahnhof Rinteln möglicherweise mit dem günstigen GVH-Tarif unterwegs. Quelle: tol
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Rinteln

Diese könnten dann die günstigen Wochen- und Monatstickets des Großraumtarifs beziehen – und über Hameln in die Landeshauptstadt pendeln. Die Regelung würde außerdem auch für Stolzenau und Eystrup im Nachbarlandkreis Nienburg gelten.

Der Plan, auch die Einzeltickets vergünstigt über den Großraumtarif anzubieten, sei zwar nicht gestorben, aber vorerst auf Eis gelegt, bestätigt Ulf Mattern, Geschäftsführer des Großraumverkehrs Hannover auf Anfrage dieser Zeitung.

Noch fehlen zwar die Beschlüsse der beteiligten Gremien aus Schaumburg, Nienburg und Hannover, aber der politische Wille scheint vorhanden. Landkreissprecher Klaus Heimann verweist auf Anfrage allerdings ebenfalls darauf, dass noch nichts fix sei. Zu oft habe man in der Vergangenheit zurückrudern müssen.

Landkreise und Region Hannover tragen Kosten

Zunächst geht es noch ums Geld. Da die Tickets für die Bahnfahrer günstiger werden, entgehen den Verkehrsbetrieben Einnahmen. Diese müssen die beiden Landkreise und die Region Hannover tragen. Allerdings handelt es sich nicht um Unsummen, ein Entwurf des Vertrags liegt dem Landkreis bereits vor. Es handele sich um 2000 bis 3000 Euro im Jahr, sagt Heimann. Er gehe zwar davon aus, dass die Kosten perspektivisch deutlich steigen könnten – sie hängen an der Anzahl der Zeitkartenbesitzer, „aber die Summe ist wirklich nicht gewaltig“.

Noch laufen Gespräche mit der Landesnahverkehrsgesellschaft, sollte der Vertragsentwurf aber Bestand haben, dann werde der Landkreis sofort zuschlagen.

Freude herrscht auch bei Bürgermeister Thomas Priemer. „Was lange währt, wird endlich gut“, lautete der erste Kommentar.

Dutzende Verhandlungspartner

Auf einem anderen Blatt Papier steht jedoch die Aufnahme der Einzeltickets. Dabei dreht es sich nicht nur um viel mehr Geld – nach Informationen dieser Zeitung sechsstellige Summen – sondern es sitzen auch dutzende Gesprächspartner mit am Verhandlungstisch.

Seit Jahren wähnt sich der Landkreis kurz vor dem Durchbruch – nur, um dann immer wieder zurückrudern zu müssen. Daher sei es jetzt zwar ein Etappensieg, dass alle Schaumburger Bahnhöfe zumindest die günstigeren Zeitkarten beziehen könnten, aber umso zielgerichteter werde jetzt auch eine Lösung bei den Einzelfahrkarten angestrebt, so Kreissprecher Heimann.

Von Jakob Gokl