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Rinteln Stadt Familienstreit eskaliert
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08:39 27.11.2018
Symbolbild Quelle: dpa
Rinteln

Der Mann musste sich für den Vorwurf verantworten, er habe der Frau beim Streit um die Benutzung eines Fahrzeugs unter anderem ins Gesicht geschlagen und ihr gedroht: „Ich bringe dich um!“ Mit Zustimmung aller Prozessbeteiligten entschied Richter Ulf Kranitz, dass die Einstellung mit einer Geldauflage in Höhe von 600 Euro verbunden ist, die der Angeklagte an die Partnerin des Bruders zu zahlen hat.

Im September 2017 eskalierte ein Streit um die Benutzung eines Transporters. Diesen hatten die beiden Brüder gemeinsam angeschafft und auch gefahren. Zunächst stand der 37-Jährige als Eigentümer im Fahrzeugbrief, später der Bruder. Beide besaßen einen Schlüssel für den Wagen.

Zoff an der Haustür

Eines Tages wollte der Angeklagte mit seiner Familie den Transporter benutzen, der bei seinem nebenan wohnenden Bruder abgestellt war. Dort an der Haustür kam es dann zum Zoff, den die Beteiligten unterschiedlich schilderten. Die Partnerin des Bruders gab an, der Angeklagte habe an der Tür geklingelt und wollte den Schlüssel für den Wagen holen, weil er seinen verloren hatte. Sie habe das abgelehnt, ihr Partner habe das nicht erlaubt.

Dagegen meinte der 37-Jährige, er habe selbst einen Schlüssel und sei schon eingestiegen gewesen, als die Frau aus dem Haus kam und handgreiflich wurde. Er habe sie dann nach hinten weggeschoben.

Die Frau beteuerte allerdings, der Mann sei aggressiv geworden, weil er den Schlüssel nicht bekommen habe. Sie sei von ihm gewürgt und ins Gesicht geschlagen worden, habe schlecht Luft bekommen.

Nach Angaben der Frau zog sie die ursprünglich erstattete Anzeige gegen den Mann zurück, weil der Vater der Brüder darum gebeten hatte. Auch die Brüder gehen sich offenbar aus dem Weg, dem Vernehmen nach ist ein Zaun gebaut worden. maf