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Rinteln Stadt Finanzspritze für Gründer in Rinteln
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Finanzspritze für Gründer in Rinteln
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21:15 20.11.2018
Benjamin Vetter (rechts), Inhaber von Hörgeräte Vetter, hat einen Zuschuss von der Stadt bekommen. Fotos: Mv
Benjamin Vetter (rechts), Inhaber von Hörgeräte Vetter, hat einen Zuschuss von der Stadt bekommen. Quelle: mv
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Rinteln

Benjamin Vetter eröffnete im Juni sein Geschäft „Hörgeräte Vetter“ am Marktplatz und beantragte diese Finanzspritze. „Ich habe in der Zeitung davon gelesen und dann den Antrag gestellt“, sagt er und lobt die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Die Abwicklung vom Stellen des Antrags bis zur Auszahlung sei sehr zügig abgelaufen. Er könne den Zuschuss uneingeschränkt weiterempfehlen.

Vetter investierte in eine Messanlage, die für das Geschäft unabdingbar sei: „Ich benutze sie täglich und habe durch das zusätzliche Geld nun quasi die modernste Anlage hier stehen, die es auf dem Markt gibt“, erklärt er und freut sich sichtlich. Das Gerät nutzt er, um die Hörgeräte seiner Kunden anzupassen, es habe für Vetter einen „erheblichen Nutzen“. „Ohne den Zuschuss hätte ich mir die Anlage nicht so früh leisten können“, bilanziert der Hörakustikermeister.

Vetter findet außerdem, dass ein weiteres Ziel des Gründerzuschusses erreicht wurde: „Ich konnte nun eine Mitarbeiterin aus Rinteln einstellen und habe dadurch einen Arbeitsplatz in der Region geschaffen“, berichtet er. Vetter diagnostiziert und berät mit seiner Mitarbeiterin Viktoria Schneider Menschen unterschiedlicher Altersklassen. „Die Menschen, die zu uns kommen, werden immer jünger. Es ist schon keine Seltenheit mehr, wenn Kunden kommen, die um die 50 sind“, stellt der Rintelner fest. Die Produktpalette ist sehr breit. Außer klassischen Hörgeräten bietet das Unternehmen beispielsweise auch Gehörschutzartikel an.

Gründerzuschuss gerne genutzt

Vetter konnte dank des Zuschusses bereits zwei – für ihn sehr wichtige – Schritte vollziehen, indem er die Messanlage anschaffte und seine Kollegin einstellte. Einen weiteren Punkt auf seiner Liste, möchte der frischgebackene Familienvater im nächsten Sommer abhaken: Das Hörgerätegeschäft bietet eine Ausbildungsstelle zum Hörakustiker an.

Auch in anderen Wirtschaftszweigen wird der Gründerzuschuss der Stadt gerne genutzt. Christian Weichert und Bastian Tegtmeier übernahmen zum 1. Oktober die Zinser Metallbau GmbH & Co. KG in Rintelns Industriegebiet an der Dieselstraße 7. Vom Treppengeländer bis zur Feuerschale finden Interessierte dort fast alles, was mit Metallbau zu tun hat. Noch dazu fertigt das Drei-Mann-Unternehmen auch ganze Balkone oder Treppen selbst an.

„Das Geld vom Zuschuss haben wir in Maschinen investiert“, sagt der in der Verwaltung tätige Bastian Tegtmeier. Auch dort ist es ähnlich wie bei Vetter: „Ohne den Zuschuss hätten wir die Maschinen erst später anschaffen können.“ Es sei ein guter Bonus, durch den sie die betrieblichen Ziele schneller erreichen können.

Die Region stärken

Im Gegensatz zum neu gegründeten Hörgerätegeschäft übernahmen Tegtmeier und Weichert ein bereits bestehendes Unternehmen. „Wir kennen uns seit 26 Jahren. Bastian hatte die Idee und fragte, ob ich nicht interessiert sei. Ich kam gerade aus einem Beschäftigungsverhältnis, der Zeitpunkt war also perfekt“, erläutert Weichert die Entstehungsgeschichte. Die Mitdreißiger lasen in der Zeitung von dem Gründerzuschuss, und auch sie loben die Abwicklung: „Das ging schnell, dauerte vielleicht einen Monat. Ich rate jedem dazu, den Zuschuss zu beantragen“, sagt Tegtmeier.

Es gehe dem Unternehmen gut. „Wir haben ganz unterschiedliche Käufergruppen. Handwerker, industrielle Kunden, aber auch Laufkundschaft, die einfach ein Rohr oder ein Stück Blech brauchen“, gibt Weichert Einblicke. Ganz besonders freue die beiden, dass der Zuschuss von der Stadt für die Rintelner von Vorteil sei und gleichzeitig die Region stärke: „Wir kommen beide aus der Stadt, engagieren uns auch in der Feuerwehr. Wir freuen uns, dass die Stadt uns fördert“, sagt Tegtmeier abschließend.

Von Malick Volkmann