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Rinteln Stadt Früherer Ortsbürgermeister Friedrich-Wilhelm Rauch ist tot
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Früherer Ortsbürgermeister Friedrich-Wilhelm Rauch ist tot
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22:45 24.01.2020
Friedrich-Wilhelm Rauch Quelle: Archiv
Rinteln

Wochen, Monate verharrten seine Angehörigen zwischen Hoffen und Bangen, ehe zur traurigen Gewissheit wurde, dass der so lebensbejahende Vater, Partner, Bruder und Onkel nie wieder gesunden würde.

Dass sich Friedrich-Wilhelm Rauch nicht nur in vielen Vereinen, sondern auch im Rat für die Stadt engagierte, kommt nicht von ungefähr: Er war ein echter Rintelner Junge, Sohn vom Fleischermeister Fritz Rauch aus der Brennerstraße und damit von klein auf mit dem städtischen Leben vertraut.

Lust und Liebe für den Beruf

Die väterlichen Fußstapfen waren nicht seine, er überließ dieses Feld seinem Bruder Veit, der Lust und Liebe für den Beruf aufbrachte und den elterlichen Betrieb übernahm. Friedrich-Wilhelm dagegen zog es in die Welt der Zahlen: Der Ausbildung zum Steuerfachgehilfen schloss er Studien zum Diplom-Betriebswirt und Volkswirt an, arbeitete einige Zeit nach der Wende für eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Erfurt, ehe er nach Rinteln zurückkehrte und gemeinsam mit seiner langjährigen Partnerin Martina das Steuerberater- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen in der Brennerstraße betrieb – gleich neben der elterlichen Fleischerei.

2014 bewarb sich Friedrich-Wilhelm Rauch um den Bürgermeisterposten in Rinteln und landete für die CDU einen großen Achtungserfolg, indem er den späteren Bürgermeister Thomas Priemer in eine Stichwahl zwang.

Engagierter Mitbürger mit offenem Ohr

Dieser Erfolg hatte wohl auch damit zu tun, dass Friedrich-Wilhelm Rauch ein überaus engagierter Mitbürger war, stets für alle ein offenes Ohr hatte und große Verlässlichkeit im Umgang zeigte.

Unvergessen auch sein Einsatz für den Betrieb seines Bruders Veit: Wann immer dieser rief, war Friedrich-Wilhelm zur Stelle, betätigte sich während der Messen, dem Altstadtfest oder dem Weihnachtsmarkt als emsiger Griller und Verkäufer von Bratwürsten – weil er zwar nicht den elterlichen Betrieb übernehmen wollte, ihm die Familie aber über alles ging und er es liebte, mit den Menschen zu reden und zu diskutieren, mit jedem, den er kannte und mochte. Er wird fehlen.

Von Stefan Reineking