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Rinteln Stadt Wohnungen und Arztpraxis: So sieht der Neubau an der Klosterstraße aus
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Gebäude der Schaumburger Zeitung wird abgerissen

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14:30 19.12.2020
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RINTELN

Der Komplex wird sich die gesamte Kahlergasse hinab bis zur Bäckerstraße ziehen und 7300 Quadratmeter Brutto-Geschoßfläche haben. Nach der Vertragsunterzeichnung wurde das Projekt am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Parkplatznot in der Innenstadt will man mit einer Tiefgarage (37 Stellplätze) begegnen. Der Zugang erfolgt rückseitig am Gebäude über die Bäckerstraße.

Zuletzt hing das Projekt nur noch am Grundstücksverkauf der Schaumburger Zeitung, die fast 100 Jahre am Standort an der Klosterstraße gewirtschaftet hat. „Wir haben uns mit der Entscheidung nicht leicht getan“, erklärt Geschäftsführer Stefan Reineking, „aber am Ende wollten wir einer erfolgreichen Innenstadtentwicklung nicht im Wege stehen.“

Pläne stehen fest

Eigentlich habe er sich zwar einen Lebensmittelhändler an dem Standort gewünscht, am Ende aber erkennen müssen, dass das in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage nicht realisierbar sei. Daher habe man jetzt den Weg frei gemacht für die Dialysepraxis, 30 Senioren-Service-Wohnungen sowie elf weitere Wohnungen ohne bestimmten demografischen Zuschnitt. Gebaut und entwickelt wird das Projekt von der IMMAC in Hamburg, die bereits das Altenheim an der Seetorstraße gebaut hat und auch bei der Nachnutzung des Krankenhaus Bethel in Bückeburg zum Zug kam. Jens Wolfhagen, Mitglied des Vorstandes, erklärt beim Pressetermin, dass es aufgrund der unterschiedlichen Inhaber der Gebäude eine Weile gedauert habe. Jetzt wolle man aber schnell fortschreiten, Ende 2021 findet der Abriss statt, ab März 2022 wird gebaut – und Mitte 2023 soll der Neubau bereits bezugsfertig sein.

Wohnungsgrößen "vernünftig bemessen"

Bürgermeister Thomas Priemer strich vor allem die Perspektiven für die Innenstadt heraus. Einerseits sei es ihm und dem Rat sehr wichtig gewesen, die Dialysepraxis in Rinteln zu halten. „In der Vergangenheit sind viele medizinische Angebote abgewandert“, beklagt er. „Die Dialysepraxis ist für uns elementar.“ Außerdem seien zusätzliche Wohnungen in der Altstadt auch ein Kaufkraftgewinn für die Innenstadthändler. „Und die Wohnungen sind nicht feudalistisch, sondern vernünftig bemessen“, betont er mit Verweis auf die Durchschnittsgrößen von 50 bis 75 Quadratmeter.

Christian Gregor vom Immobiliendienst der Volksbank in Schaumburg übernimmt den Verkauf der Eigentumswohnungen. „Die Wohnungen können allein oder zu zweit bewohnt werden, sie eignen sich auch als Kapitalanlage.“

Übrigens:Wohin genau die Schaumburger Zeitung nach dem Abriss ziehen wird, wollte Stefan Reineking noch nicht verraten. Nur so viel: Es werde definitiv in Rinteln sein und definitiv innerhalb der historischen Befestigungsanlage. Von Jakob Gokl  

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