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Rinteln Stadt Herbstmesse schrumpft: Darum wird Rintelns Jahrmarkt immer kleiner
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Herbstmesse schrumpft: Darum wird Rintelns Jahrmarkt immer kleiner
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11:20 27.09.2019
Trubel auf dem Marktplatz: So kennen viele Rintelner ihre Herbstmesse. Doch abseits des Stadtzentrums gibt es Probleme. Jetzt schrumpft der Jahrmarkt. Quelle: Archiv
Rinteln

Sie ist aus der Innenstadt nicht mehr wegzudenken: die Rintelner Herbstmesse. Doch künftig muss auf den klassischen Messe-Rundgang verzichtet werden. Wie Marktmeister Daniel Jakschik auf Anfrage dieser Zeitung bestätigte, wird der Jahrmarkt erstmals nicht mehr an der Mühlen- und der Brennerstraße stattfinden. Das hat der Verwaltungsausschuss beschlossen.

Darum muss die Herbstmesse schrumpfen

In den vergangenen Jahren war der Zuspruch sowohl der Händler als auch der Messe-Besucher an den beiden Straßen massiv zurückgegangen. Die Stadt habe versucht, gegenzusteuern, sagt Jakschik. „Ich habe sogar gute Markthändler an die Mühlen- und an die Brennerstraße versetzt, um die Lage zu verbessern“, erklärt er. Doch deren Feedback sei klar gewesen: Entweder sie können zurück in die Fußgängerzone, oder sie würden Rinteln im nächsten Jahr ausfallen lassen.

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So konzentriert sich die Herbstmesse – wie auch die Maimesse im nächsten Jahr – künftig auf Markt- und Kirchplatz sowie auf die Kloster- und die Weserstraße. Ein richtiger Messe-Rundgang ist damit nicht mehr möglich. „Das ist natürlich ein Verlust“, sagt Jakschik. Aber sowohl die Bürger als auch die Händler hätten mit den Füßen abgestimmt. „Und so können wir es nicht aufrechterhalten.“

Brandschutz und Sicheitskonzept sind weitere Bürden

Früher, in Zeiten ohne Brandschutz- und Sicherheitskonzept, habe man sich in den beiden Straßen leichter getan. Mittlerweile müssten viele lukrative Standorte leer stehen, um den Sicherheitsauflagen Genüge zu tun. „Die Leute sehen die Lücken und denken sich, da ist nichts los“, so der Marktleiter.

Wobei die Händlermeile an der Mühlen- und der Brennerstraße eigentlich eine historische Notlösung gewesen ist. Denn vor dem Bau der Fußgängerzone waren Kloster- und Weserstraße noch als Bundesstraße klassifiziert – inklusive Bahnschienen.

Osterstraße und Schulstraße sind schon lange außenvor

Erst mit dem Bau der Fußgängerzone wurde die Messe ausgeweitet, seit damals verlagerte sich die Messe zunehmend in die Innenstadt, während die weiter außen liegenden Straßen spärlicher besucht wurden. Noch vor etwa 20 Jahren wurde die Messe außerdem an der Schul- und der Ostertorstraße gefeiert. Davon habe man sich schon lange verabschiedet, so Jakschik.

Mit der Verkleinerung der Messe könne man jetzt auch einige „Lückenbüßer“ einsparen. Es sollen also nicht mehr so viele Handyhüllen-Händler, Verkäufer von „lustigen“ T-Shirts oder Ledertaschen bei der Messe ausstellen. „Den guten Händlern aus der Mühlen- und Brennerstraße haben wir neue Standorte angeboten.“

So werden die Stände künftig verteilt

So werde es künftig in der Fußgängerzone etwas enger, außerdem werde die Messe am Kirchplatz erweitert: auch hinter dem Mosquito sowie dem Kochkater sollen künftig zwölf Stände aufgebaut werden.

„In jedem Fall bleibt die Herbstmesse einen Besuch wert“, betont Jakschik. Er verrät: In diesem Jahr werde erstmals ein „Twister“ den Marktplatz zieren. Die Herbstmesse findet vom 1. bis zum 4. November statt. von Jakob Gokl

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