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Rinteln Stadt Notfalldose soll Leben retten
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Notfalldose soll Leben retten
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20:40 25.05.2018
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Rinteln

Die Stiftung für Rinteln hat die Anregung des Seniorenbeirates aufgegriffen und die Einführung der sogenannten Notfalldose initiiert. Im Sitzungssaal des Rathauses wurde das Projekt jetzt vorgestellt.

„Eine gute Idee für Rinteln, die schnelle Hilfe möglich macht“, sagt Christel Grannemann-Bülte, Koordinatorin Generation 50+ bei der Stadt Rinteln. Über das Bürgerbüro im Rathaus ist der kleine Lebensretter zum Selbstkostenpreis von zwei Euro zu beziehen.

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Immer mehr Menschen halten zu Hause einen Notfall- oder Impfpass, einen Medikamentenplan, eine Patientenverfügung und ähnliche Informationen für den Notfall bereit. Allerdings ist es für Retter meist unmöglich herauszufinden, wo diese Notfalldaten in der Wohnung aufbewahrt werden. Wenn es nach den Initiatoren geht, steht die Lösung bald in vielen Kühlschränken.

Persönliche Notfalldaten wie Allergien, Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme und Ansprechpartner werden auf einem standardisierten Zettel notiert, der kommt in die Notfalldose. Diese wird in die Kühlschranktür gestellt. An der Haustür und am Kühlschrank weisen kleine Aufkleber die Retter auf die Notfallinfos hin. Formblatt und Aufkleber stecken übrigens schon in der Dose und müssen nur noch ausgefüllt und angebracht werden.

Notfalldose in anderen Bundesländern bewährt

Die Grundüberlegung: Einen Kühlschrank hat jeder, das Konzept funktioniert ganz einfach und ohne viel Aufwand. Eine Vorgehensweise, die sich im Ausland und in anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen oder Hessen bereits bewährt hat. Im Landkreis ist Rinteln die erste Kommune, die die Idee propagiert und umsetzt. „Nachahmer sind aber herzlich willkommen“, sagt Bürgermeister Thomas Priemer und verspricht, offensiv für die Notfalldose zu werben. Das Projekt soll unter anderem beim Blaulichttag am 2. Juni und beim großen Flohmarkt zum Ferienbeginn am 28. Juni vorgestellt werden.

Es richtet sich nicht nur an Senioren oder Alleinstehende. Denn in der Stresssituation eines medizinischen Notfalls gelingt es erfahrungsgemäß auch Angehörigen in den seltensten Fällen, wichtige und richtige Angaben zu machen. Hand aufs Herz: Wer weiß schon, welche Medikamente der andere nimmt?

„Je mehr Informationen die Retter schnell zur Hand haben, desto besser“, bestätigt auch Bernd Gerberding. Der Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes und Krankentransportes im Landkreis Schaumburg begrüßt die Aktion Notfalldose uneingeschränkt. Er gibt aber auch zu bedenken, dass natürlich niemand seinen Kühlschrank unterwegs dabei habe. Darum gehöre auch eine Notfallkarte in jede Geldbörse oder Handtasche. kk