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Rinteln Stadt Ohne Bankfiliale gibt es Schwierigkeiten
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Ohne Bankfiliale gibt es Schwierigkeiten
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00:21 28.02.2018
Die Schließung mehrerer Sparkassenfilialen stellt die Senioren vor Probleme.
Die Schließung mehrerer Sparkassenfilialen stellt die Senioren vor Probleme. Quelle: dpa
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RINTELN

Die kommen mit den neuen Selbstbedienungsfilialen nicht klar und leiden erst recht darunter, wenn es, wie seit zwei Jahren in Engern, nicht mal mehr einen Bankautomaten gibt.

Dass ein Bankenwechsel keine Lösung ist, wissen natürlich alle. Auch die Volksbank in Schaumburg hat zahlreiche dörfliche Filialen geschlossen. Was aber können Bürger tun, die in ihren gewohnten Bank-Filialen keine direkten Ansprechpartner mehr vorfinden? Auch Sparkassen-Pressesprecher Jörg Nitsche sieht da vor allem für die alte Bevölkerung durchaus ein Problem. „Es ist eine Umgewöhnung gefordert. Und manche Kunden trauen sich nicht an Geldautomaten oder Automaten-Überweisungen in den SB-Filialen ran“, sagt er. Zugleich betont er: „Unsere Mitarbeiter sind allerdings dafür geschult, auch in solchen Fällen weiterzuhelfen.“

Internetbanking als Alternative?

Man könne sich direkt in einer „normalen“ Filiale zeigen lassen, wie diese Automaten funktionieren. „Dafür sind wir jederzeit und gerne ansprechbar“, betont Nitsche. Wo es keine SB-Filiale, also auch keine Überweisungsautomaten im Ort mehr gäbe, biete sich der Umstieg auf das Internetbanking an. „Auch dafür sind wir immer ansprechbar“, so Nitsche. „Es liegt ja in unserem Interesse, dass das Online-Banking genutzt wird.“ Man würde jedem Interessierten ausführlich direkt am PC erklären und gemeinsam ausprobieren, was man beim Online-Banking beachten muss, und stehe auch über den telefonischen Direkt-Service für etwaige Hilfestellungen zur Verfügung.

Was der Seniorenbeirat während seiner jüngsten Sitzung kritisch einbrachte, war die Frage, wie alte Menschen in Orten, wo es keinen Geldautomaten gibt, ohne beschwerliche lange Wege an Bargeld herankommen sollen. Dafür gäbe es keine befriedigende Lösung, sagt Jörg Nitsche. Allerdings könnten auch größere Einkäufe für den täglichen Bedarf nicht im Laden um die Ecke erledigt werden, sondern würden einen längeren Weg ins nächste Einkaufszentrum bedeuten. „Und in der Nähe von Supermärkten gibt es meistens einen Geldautomaten.“

Es bestehe bereits die Überlegung, über die Volkshochschule Kurse anzubieten, um unerfahrene Kunden ins Internet-Banking einzuführen. „Die Hemmschwelle ist leider noch groß“, sagt er. „Dabei kann man ohne Umstände die allermeisten Bank-Angelegenheiten online am PC erledigen.“ cok