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Rinteln Stadt Personal wird aufgestockt
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Personal wird aufgestockt
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19:07 28.03.2019
Quelle: Archiv
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Junge Menschen in der Stadt halten, ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt leben lassen, den Zusammenhalt der Gemeinschaft stärken: Diesen Herausforderungen will sich die Stadt Rinteln künftig mit Verstärkung stellen. Die Stelle der „Koordinatorin Generation 50+“ und des Stadtjugendpflegers werden gefestigt.

Christel Grannemann-Bülte hat als Koordinatorin seit Januar 2017 die Aufgabe, Angebote für die über 50-jährigen Rintelner zu schaffen sowie die Generationen über gemeinsame Erlebnisse miteinander ins Gespräch zu bringen. Die Stadt konnte die Stelle mit einem Umfang von 30 Stunden pro Woche schaffen, weil das Bundesfamilienministerium Fördermittel dazugab. Die Stelle wird im Rahmen des Bundesprogramms „Mehrgenerationenhaus“ mit 30.000 Euro pro Jahr gefördert. Zusätzliche 5000 Euro kommen vom Land, weitere 5000 Euro zahlt die Stadt.

Grannemann-Bülte soll die Stelle auch über das Ende der Projektlaufzeit Ende 2020 behalten; dafür hat sich jetzt der Sozialausschuss einstimmig ausgesprochen. Schon wenn im Jahr 2020 die Personalkosten steigen, will Rinteln dies übernehmen (Kosten: 9500 Euro). Das Familienministerium habe außerdem bereits in Aussicht gestellt, dass das Programm „Mehrgenerationenhaus“ auch nach 2020 weiterlaufen werde. Der Bund würde in dem Fall also weiterhin 80 Prozent der Personalkosten übernehmen.

Doch auch wenn das nicht der Fall sein sollte, spricht sich die Verwaltung dafür aus, die Stelle beizubehalten, zu „verstetigen“, wie das im Beamtendeutsch heißt. Jährlicher Kostenpunkt: 44.500 Euro, Gehaltsanpassungen nicht eingerechnet.

Grannemann-Bülte sei die „ideale Besetzung“ für die Stelle, zeigt sich die Verwaltung überzeugt – allein, weil sie lange im psychosozialen Bereich gearbeitet hat und eine psychotherapeutische Zusatzausbildung vorweisen könne.

Das, was sie in den vergangenen zwei Jahren bewegt hat, kann sich sehen lassen: 683 Beratungen (persönlich und telefonisch) im Jahr 2017, 586 im Jahr darauf. Im Jahr 2017 gab es 13 Veranstaltungen, im Jahr darauf 28. Hinzu kommen die generationenübergreifenden Angebote wie Museumsbesuche, Theater, Flohmärkte oder „Jung und Alt kocht“ mit teilweise über 200 Teilnehmern.

Auch Stadtjugendpfleger Sebastian Beck kann sich freuen: Sein Stundenumfang soll ab 1. Januar 2020 von aktuell 30 Stunden pro Woche auf 39 (entsprechend einer Vollzeitstelle) aufgestockt werden. Dafür hat sich der Sozialausschuss ebenfalls einstimmig ausgesprochen. Aktuell ist seine Stelle außerdem bis Ende 2020 befristet; diese Befristung soll aufgehoben werden. Dadurch entstehen laut Verwaltung zusätzliche Kosten in Höhe von 17.900 Euro pro Jahr.

Fachkräften Perspektiven bieten

Beck befindet sich seit September 2017 in Diensten der Stadt. Zuvor war die Stelle des Stadtjugendpflegers lange Zeit vakant gewesen; Grannemann-Bülte hatte einige Aufgaben übernommen.

Der Stadtjugendpfleger schafft Angebote für Kinder und Jugendliche vom Kleinkinderalter bis zu 27 Jahren; entsprechend vielfältig sind die Aktivitäten. In Becks Bereich fallen der Ferienspaß genauso wie das Projekt „JugendKomm“ oder der „offene Treff“ im Familienzentrum. Beck wird unterstützt von Carola Schiemann, die ebenfalls in Vollzeit beschäftigt ist.

Im Hinblick auf den „Fachkräftemangel im sozialen Bereich“ sei es wichtig, „guten Fachkräften eine attraktive und langfristige Perspektive zu bieten“, zeigt sich die Verwaltung überzeugt von dem Schritt.