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Rinteln Stadt Racheakt wegen Liebesaffäre
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Racheakt wegen Liebesaffäre
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12:34 11.03.2018
Symbolbild Quelle: dpa
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Rinteln

Dabei erlitt der Bekannte Verletzungen im Augenbereich und im Gesicht. Die 33 und 41 Jahre alten Angeklagten müssen als Auflage außerdem 500 Euro zahlen beziehungsweise 100 Stunden gemeinnützig arbeiten. So lautete das Urteil von Richter Simon Langer nach dem gleichlautenden Antrag von Staatsanwalt Timo Goldmann.

Hintergrund der abendlichen Auseinandersetzung war vermutlich eine damalige Liebesaffäre des Opfers mit einer verheirateten Frau aus der Familie der Angeklagten. Ihr Missfallen darüber wollten die Brüder ihrem Bekannten an jenem Abend offenbar unmissverständlich klarmachen.

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Angriff aus dem Hinterhalt

So erhielt der 38-Jährige am 23. Dezember 2016 einen Telefonanruf, stimmte einem Treffen in der Innenstadt zu und wurde auf dem Weg dahin in einen Hinterhalt gelockt. Beim Treppenaufgang von Weseranger begegnete er plötzlich den beiden Brüdern und laut Anklage einer bislang unbekannt gebliebenen dritten Person. Ohne Vorwarnung sprühte ihm der jüngere Bruder eine Ladung Pfefferspray ins Gesicht, danach sollen beide ihn geschlagen und getreten haben.

Das Opfer machte sich dann auf den Heimweg, wenig später kamen Polizisten in die Wohnung des Verletzten. Dieser lag mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden, in der Wohnung konnten die Beamten Reizstoffe wahrnehmen. Während der 38-Jährige die beiden Täter erkannt hatte, leugneten die Brüder den Vorwurf. Einer will bei der Arbeit, der andere zu Hause gewesen sein. Staatsanwalt Goldmann sparte aber auch nicht mit Kritik an dem Opfer. „Er ist ein Provokateur par excellence“, sagte der Anklagevertreter. Sinngemäß habe er es nahezu darauf angelegt, indem er in der Liebesaffäre der Frau fast schon nachstellte. Auch laut Richter Langer habe das Opfer immer wieder Konflikte gesucht und war vermutlich auch auf der Arbeitsstelle des einen Bruders aufgetaucht. maf