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Rinteln: Brüder mit frisierten Rollern unterwegs

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07:21 06.07.2020
Quelle: Symbolbild dpa
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Rinteln

Zwei Brüder, die mehrfach mit viel zu schnellen Rollern von der Polizei erwischt wurden, sind nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis belangt worden. Statt der mit einer Mofa-Prüfbescheinigung erlaubten 25 Stundenkilometer (km/h) erreichte eines der Fahrzeuge bei einer Messung auf dem Rollenprüfstand der Polizei sogar 55 Stundenkilometer.

Während Richter Ulf Kranitz zwei unerlaubte Fahrten des 19-Jährigen mit der Teilnahme an einem Verkehrserziehungskurs quittierte, muss der jüngere Bruder (17) für eine Verfehlung nun fünf Stunden gemeinnützig arbeiten.

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Im Oktober schon aufgefallen

Im Oktober fiel der 19-Jährige einer Polizeistreife in Bückeburg auf, als er mit einem zwischen 30 und 40 Stundenkilometern schnellen Mofaroller unterwegs war. Das Fahrzeug hatte der junge Mann an jenem Tag gekauft und durchaus gewusst, dass er damit schneller als 25 Stundenkilometer fahren konnte. Dies will er im zweiten Fall aber nicht gewusst haben.

Gut drei Monate nach dem ersten Vorfall wurde der 19-Jährige nämlich schon wieder erwischt, diesmal mit einem anderen Roller in der Rintelner Nordstadt. Dieses Fahrzeug hatte er auch erst zwei Wochen zuvor gekauft. Drosselungen seien eingebaut worden, der Tacho hinke hinterher. Trotzdem lief der Roller auf dem Prüfstand 42 Stundenkilometer.

Gut einen Monat später düste auch sein jüngerer Bruder mit dem Roller durch die Gegend. Das Mofa stand in der Garage, er durfte es auch benutzen. Mit entsprechendem Werkzeug baute der 17-Jährige die elektronische Drosselung und den Drosselring aus und fuhr los. Auf der Bünte wurde er angehalten, auf dem Prüfstand erreichte das Fahrzeug eine Geschwindigkeit von 55 Stundenkilometern. 

Von Marc Fisser