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Rinteln Stadt Rinteln versinkt durch Unwetter in Wasser, Schlamm und Geröll
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Rinteln versinkt durch Unwetter in Wasser, Schlamm und Geröll
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00:23 25.05.2019
Zwischen Krankenhagen und Friedrichshöhe haben Wassermassen die Straße unterspült. Der Asphalt ist weggebrochen. Quelle: leo
Rinteln

Innerhalb weniger Stunden stieg die Exter schnell an. Nach Angaben der Unwetterzentrale seien allein bis Dienstagmorgen 50 bis 70 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.

Am Dienstagmorgen um 3.15 Uhr zeigte der Pegel der Exter in Uchtdorf mehr als 1,92 Meter. „Normal sind 45 Zentimeter“, sagt Benjamin Bünte, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Exten, der den Pegel genau im Blick behielt. In Exten, Uchtdorf und Krankenhagen trat der Fluss über die Ufer.

Extener haben sich auf Hochwasser vorbereitet

In Exten wurden zahlreiche Gärten überflutet. Stellenweise reichten die Fluten bis an die Häuser ran. Ausrücken musste die Feuerwehr Exten aber nicht. Viele Hausbewohner hätten sich Tauchpumpen angeschafft, um bei Hochwasser ihre Keller trocken zu halten, sagt Bünte.

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An der Straße Im Gallenort flossen die braunen Fluten über die Straße in die Neue Exter. Das Wasser stand bis zu 20 Zentimeter hoch. Mitarbeiter des Bauhofes sicherten in der Nacht die Straße mit Warnschildern ab.

Straße überflutet, Eiche umgekippt: So traf das Tief Krankenhagen

Land unter galt auch in Krankenhagen. Die Straße Hinter der Exter stand nach Angaben des Bauhofes 40 Zentimeter hoch unter Wasser. Auch die Friedrichshöher Straße wurde an zwei Stellen überflutet.

Die Wassermassen sorgten auch dafür, dass eine 30 Meter hohe Eiche auf die Straße stürzte. Der rund 80 Zentimeter dicke Baum habe die komplette Straße zwischen Krankenhagen und Friedrichshöhe unpassierbar gemacht.

Mächtiger Stamm bereitet der Feuerwehr Probleme

Die alarmierten Feuerwehren aus Krankenhagen und Volksen hätten den mächtigen Stamm nicht zersägen können, da die Straße unter Wasser gestanden habe, sagt Martin Welsch, Vorarbeiter beim Bauhof. Mitarbeiter des Bauhofes sperrten in der Nacht die Straßen und rückten am Dienstagmorgen mit schwerem Gerät an.

Der Baum wurde mit Kettensägen zerteilt und mit einem Kran auf einen Lastwagen geladen.

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Auch an der Straße Bergsteile zwischen Volksen und Wennenkamp waren kurz nach Mitternacht zwei Bäume auf die Straße gestürzt. Bauhofmitarbeiter zersägten sie noch in der Nacht und konnten die Straße danach wieder freigeben.

Bauhofmitarbeiter müssen auch in Deckbergen anpacken

Die Friedrichshöher Straße wurde zum Teil unterspült. Gerölllawinen machten die Straße bei Friedrichshöhe und die Straße Egge in Volksen schwer passierbar. Bauhofmitarbeiter räumten die Verkehrswege mit schwerem Gerät. Mit einem Trecker mit Kehrbürste wurden die Steine von der Straße gefegt.

Bauhofmitarbeiter räumen bei Friedrichshöhe mit schwerem Gerät die Straßen von Steinen frei.

Geholfen hätten die Bauhofmitarbeiter auch in Deckbergen. „Schlamm war hier ins neue Feuerwehrgerätehaus der Ortswehr Unter der Schaumburg geflossen“, sagt Welsch. Feuerwehrleute hätten das Haus gereinigt. In der Neelhofsiedlung in Engern pumpten Helfer des Bauhofes zudem Sickerschächte leer.

Feuerwehr, Bauhof und THW überall im Dauereinsatz

„Die Regenschächte waren randvoll, und das Wasser lief bereits auf die Straße, weil es nicht mehr versickern konnte“, sagt Welsch. Stundenlang war der Bauhof im Einsatz, um alle Einsätze abzuarbeiten.

Die Feuerwehr Goldbeck unterstützte in der Nacht zu Dienstag im benachbarten Kreis Lippe. Dort gab es 350 Unwettereinsätze. Insgesamt waren rund 942 Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW im Einsatz. von Leonhard Behmann