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Rinteln Stadt Schüler ziehen bei „Fridays for Future“-Demo durch Rinteln
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Schüler ziehen bei „Fridays for Future“-Demo durch Rinteln
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23:37 17.05.2019
Bei der zweiten „Fridays for future“-Demo in Rinteln sind es die angemeldeten 450 Teilnehmer doch nicht geworden. Dennoch ziehen viele Schüler vom Ernestinum in die Innenstadt.  Quelle: mld
Rinteln

Nach dem 15. März ist es die inzwischen zweite Demo dieser Art in Rinteln. Die angekündigten rund 450 Schüler dürften es nicht gewesen sein, schätzt auch Tamara Ehrmantraut-Riechers von der Polizei Rinteln. Doch viele sind gekommen und recken ihre Plakate in die Höhe. Los ging es gegen 8.30 Uhr am Gymnasium, bereits gegen 9.15 Uhr erreichte die Demo den Kirchplatz. Dort trugen Anouk Wersinski, Lana Borowski, Alina Kohlwig, Zoe Mühlenhoff und Felicitas Jacob als Schülervertreter lautstark mit einem Megafon ihre Forderungen vor, immer wieder begleitet von Jubeln und Klatschen.

„Plastik, Verschmutzung, Krieg – wie wollen wir unseren Kindern diese Welt hinterlassen?“, fragte zum Beispiel Anouk Wersinski. Deutschland müsse bis zum Jahr 2030 aus der Kohleförderung aussteigen, bekräftigte Lana Borowski die Forderungen der deutschlandweiten „Fridays for Future“-Bewegung.

Bis 2035 müsse die Energieversorgung komplett auf regenerative Energien umgestellt sein. Nur so lasse sich die globale Erderwärmung noch auf 1,5 Grad Celsius begrenzen. Es gehe nicht, dass Deutschland wie bislang einer der größten „Kohle-Verstromer“ bleibe.
Jeder Einzelne könne schon etwas bewirken, so Borowski. Man könne darauf achten, weniger bis gar kein Fleisch zu essen, Müll richtig zu entsorgen, Abfall in der Landschaft einzusammeln und öfter mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad zu fahren.

Außer Bürgermeister Thomas Priemer waren auch Vertreter des Vereins BürgerEnergieWende Schaumburg vor Ort und boten den Schülern an, sich zu vernetzen und durch gemeinsame Veranstaltungen das Thema Energiewende voranzubringen.

Gegen 9.30 Uhr zogen die Schüler wieder zurück zum Gymnasium, wo sie in ihre Klassen zurückkehrten. Bald wollen sie eine Ortsgruppe der „Fridays for Future“-Bewegung gründen, sodass sich künftig mehr Schüler – beispielsweise von der IGS – werden beteiligen können. mld