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Stefan Strathmann ist neuer Direktor der Grundschule Süd in Rinteln

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22:52 29.07.2020
Stefan Strathmann ist neuer Leiter der Grundschule Süd und bringt große Berufserfahrung mit. Quelle: lea
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Rinteln

Eine neue Arbeitsstelle anzutreten, ist immer schwer. Fremde Kollegen, neues Arbeitsumfeld – und jetzt auch noch die Situation durch das Coronavirus.

Bei Stefan Strathmann, dem neuen Direktor der Grundschule Süd, ist trotz der Umstände ein guter Start in seinem neuen Job gelungen.

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Der 51-Jährige kommt aus Minden, arbeitete dort ehrenamtlich mit Kindern und Jugendlichen – und stellte fest, dass ihm das Spaß macht. Es folgten ein Lehramtsstudium in Bielefeld und ein Referendariat an der Königsschule in Minden. Von dort aus ging es in die Lüneburger Heide. Nach zehn Jahren als Konrektor an einer Grundschule zog es Strathmann nun zurück in die Heimat.

Auf der Suche nach einer neuen Stelle als Direktor war es Strathmann wichtig, in einem Team zu arbeiten, das auf Augenhöhe zusammenarbeitet. Auch sei es für ihn wünschenswert gewesen, in einer großen Grundschule zu arbeiten, dort habe man mehr Freiraum, was die Finanzen und das Personal betrifft. Das trifft auf die Grundschule Süd und die Außenstelle Möllenbeck mit den insgesamt 293 Kindern zu.

Das Bewerbungsverfahren für einen Posten als Grundschuldirektor sei ziemlich lang, wie Strathmann verrät. Nach der Ausschreibung werden alle Bewerber gründlich überprüft. Außerdem muss jeder eine Unterrichtsstunde geben und die eines anderen Kollegen bewerten, eine Konferenz leiten und eine Prüfung zum Thema Schulrecht ablegen. Erst dann wird ein Gutachten über die Eignung des Kandidaten erstellt, das erst dann die Gremien durchläuft. „Das kann schon mal ein Jahr dauern“, so Strathmann.

Dazu kommt, so der 51-Jährige, dass die Stelle des Direktors nicht immer die attraktivste sei. Zu den Aufgaben gehören neben dem Unterrichten auch Verwaltung und Personalführung. Außerdem muss der Direktor Elterngespräche, Gremien und Konferenzen leiten. „Die Mehrarbeit ist es mir aber wert“, so Strathmann. Besonders am Herzen liege ihm aber die Weiterentwicklung der Grundschule Süd.

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Im Moment steht für ihn die Frage im Mittelpunkt, wie es mit der Corona-Pandemie weitergehen soll. Im letzten Schulhalbjahr wurden die Klassen halbiert und im Wochenwechsel unterrichtet. Wenn eine Familie zwei Kinder in unterschiedlichen Klassen habe, wurde natürlich darauf geachtet, diese in derselben Woche in der Schule zu betreuen, so Strathmann weiter. Auch die Pausen wurden versetzt abgehalten, sodass die Kinder untereinander möglichst wenig Berührungspunkte hatten.

Von der Umsetzung der Maßnahmen zeigt sich der 51-Jährige positiv überrascht. Die Kinder haben sich an die Hygienemaßnahmen gehalten, Abstand gehalten, sich die Hände regelmäßig gewaschen und desinfiziert. Auch die Mitarbeit und das Verständnis der Eltern seien vorbildlich gewesen, so der neue Schuldirektor. Diese haben sich an alle Regeln, wie das Verbot, das Schulgelände zu betreten, gehalten und ihre Kinder beim Lernen zu Hause unterstützt. Von Lea Drewnitzky