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Rinteln Stadt VTR steht hinter teurem Weser-Fit-Zentrum
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt VTR steht hinter teurem Weser-Fit-Zentrum
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00:26 18.03.2018
Trotz Kostenüberschreitung beim Weser-Fit-Bau in Rinteln gibt es ein einstimmiges Votum.
Trotz Kostenüberschreitung beim Weser-Fit-Bau gibt es ein einstimmiges Votum. Quelle: wm
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RINTELN

Das soll nach einem Modell passieren, wie es bereits der Kreissportbund praktiziert. Künftig sollen nicht mehr ein Vorsitzender und sein Stellvertreter den Verein führen, sondern ein gleichberechtigtes Team.

Cornelia Strübe stellte das Konzept vor. Danach würde der „geschäftsführende Vorstand“ künftig aus vier Ressorts bestehen: Vereinskultur, Kooperation, Finanzen-Verwaltung und Sportbetrieb.

Erweiterter Vorstand

Im erweiterten Vorstand finden sich auch noch die Ressorts Marketing, Jugend-Senioren-Veranstaltungen und Sportstätten. Dazu würde es Arbeitsgruppen für besondere Veranstaltungen wie den City-Lauf und die Turnschau geben. Den eigentlichen Sportbetrieb organisieren Ausschüsse der Sportabteilungen, wobei Weser-Fit eine eigene Abteilung sein wird.

Wie der Vorsitzende Karl-Heinz Frühmark erläuterte, sollen die Vereinsmitglieder in einer Versammlung am 26. September darüber entscheiden, denn mit dem neuen Führungsmodell müsste auch die Vereinssatzung geändert werden. Wie schnell das neue Modell umgesetzt werden kann, hänge auch vom Registergericht in Stadthagen ab, wo eine solche Satzungsänderung eingetragen werden müsse.

Haushalt überschreitet Millionengrenze

Einstimmig verabschiedeten die Mitglieder im neuen Weser-Fit-Zentrum die Finanzen des Vereins, den Haushalt, der durch den Bau des Sport- und Gesundheitszentrums Weser-Fit inzwischen die Millionengrenze überschritten hat.

Wichtigste Entscheidung: Der Verein wird eine weitere Hypothek aufnehmen, denn das Sport- und Gesundheitszentrum, Neubau sowie Umbau, ist teurer geworden als 2014 geplant: Statt 1,183 Millionen wie vor vier Jahren errechnet sind es jetzt 1,743 Millionen Euro.

Fußbodenheizung für alle

Die Mehrkosten seien unter anderem entstanden, weil man das Parkett im Altbau habe herausreißen müssen. Dies sei maroder gewesen, als es zunächst ausgesehen habe: „Die neuen Geräte wären eingebrochen.“ In der Dachkonstruktion habe man auf Anraten der Handwerker eine bessere Isolierung einbauen lassen als geplant, alle Fenster seien wärmegedämmt, auch im Altbau.

Das Oberflächenwasser werde ökologisch über eine Rigole mit Wasserspeicher abgeführt. Alle Sporträume hätten Fußbodenheizung bekommen (eigentlich habe man nur einen Raum damit ausstatten wollen), und bei den Fitness-Geräten habe man sich für chipgesteuerte Technik entschieden, um konkurrenzfähig zu bleiben (allein die macht Mehrkosten von 140.000 Euro aus).

Keine Beitragserhöhung

Frühmark versicherte: Die Mehrkosten für das neue Haus hätten aber nicht zur Folge, dass die Mitgliedsbeiträge erhöht werden müssten. Weser-Fit sei erwartungsgemäß gut angenommen worden. Es gebe dafür inzwischen über 100 Anmeldungen – sowohl von neuen Mitgliedern als auch von VTR-Mitgliedern, die sich für diese Zusatzoption entschieden hätten und damit einen höheren Beitrag zahlten.

Weser-Fit-Leiterin Maike Wagenaar werde jetzt in Betrieben für den Gesundheitssport im Weser-Fit werben. Erste Gespräche habe man schon geführt.

Weiter ausgebaut werden sollen die Angebote in Schulen und Kindergärten und die erfolgreiche Kooperation mit dem TSV Krankenhagen. wm