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Rinteln Stadt Wann kommt der Schulentwicklungsplan für die Rintelner Grundschulen?
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Wann kommt der Schulentwicklungsplan für die Rintelner Grundschulen?
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09:49 13.11.2019
Was brauchen Rintelns jüngste Schüler? Laut CDU soll das dringend in einem Konzept erfasst werden. Quelle: tol
Rinteln

Schon Anfang 2018 ist in der Stadt eine emotionale Debatte zur Zukunft(sfähigkeit) der Rintelner Grundschulen geführt worden. Unter dem Druck der öffentlichen Diskussion sah sich Bürgermeister Thomas Priemer veranlasst, für alle Schulstandorte eine Existenzgarantie auszusprechen. Damit wurde die Situation zunächst befriedet.

Neuauflage der Diskussion: Verunsicherung trotz Existenzgarantie?

Kaum ein halbes Jahr später kehrt die Debatte jedoch mit voller Wucht zurück. Die CDU hält das für nachvollziehbar, „denn es besteht nach wie vor ein großes Maß an Verunsicherung, insbesondere in den Ortsteilen mit eigener Grundschule“. Hauptgrund dafür sei die beharrliche Weigerung des Bürgermeisters, einen Schulentwicklungsplan erarbeiten zu lassen.

Ein Schulentwicklungsplan müsse nach Meinung der Christdemokraten Stellung beziehen zu den drängenden baulichen und ausstattungstechnischen Erfordernissen, die mit der Inklusion, mit der Ganztagsbetreuung, mit neuen Unterrichtsformen und mit erfreulicherweise wieder steigenden Geburtenzahlen einhergingen.

Mehr zum Thema: Verein aufgelöst: Schluss mit Freier Schule Steinbergen

CDU klagt: Trotz Beschluss immer noch kein Plan

Da allen diese Herausforderungen seit Langem bekannt sind, hat die CDU bereits vor genau drei Jahren im Schulausschuss einen Schulentwicklungsplan gefordert. Der Rat hat die Erstellung auf den Unions-Antrag hin beschlossen. Dennoch, beklagt die CDU, habe diese Forderung Jahr für Jahr erneuert werden müssen. „Denn passiert ist bis heute nichts“, so Joachim von Meien (CDU). Dabei könne ein gemeinsam mit den Grundschulen erarbeiteter Schulentwicklungsplan wesentlich dazu beitragen, die aufgeheizte Debatte zu versachlichen.

Das sind die Forderungen der Konservativen

Mit Blick auf die Entwicklung der Rintelner Grundschulen vertrete die CDU sehr klare Positionen, so von Meien. Drei Punkte müssten aus ihrer Sicht unverzichtbarer Bestandteil eines Schulentwicklungsplans sein:

1. Alle Grundschulen im Stadtgebiet bleiben erhalten.

Dies gelte selbstverständlich auch für die Außenstellen. Anstatt über die Zusammenlegung von Grundschulen zu diskutieren, wie dies Teile der SPD tun würden, solle lieber daran gearbeitet werden, im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten weitere Grundschulen zu eröffnen. Die Diskussion über den Schulstandort Steinbergen ist aus Sicht der CDU keineswegs abgeschlossen.

2. Zusammenlegungen von Grundschulen sind insbesondere aus pädagogischen Gründen klar abzulehnen.

Wohnortnahe („Kurze Wege für kurze Beine.“) und von der Größe her überschaubare Grundschulen seien zentral gelegenen, riesigen Einrichtungen klar vorzuziehen. Grundschulkinder benötigen ein vertrautes, begreifbares und Sicherheit gebendes Umfeld.

3. Ausstattung und bauliche Infrastruktur müssen passgenau auf die örtlichen Herausforderungen abgestimmt sowie auf der Grundlage einer Prioritätenliste und eines transparenten Zeitplans bestmöglich gewährleistet werden.

Auch wenn natürlich nicht allen Grundschulen alles sofort versprochen werden könne, so müssten doch klare Entwicklungsperspektiven zur Stärkung aller Standorte aufgezeigt werden.

CDU fordert Schulentwicklungsplan bis zur Sommerpause

Die drängenden Probleme im Bereich der städtischen Grundschulen erlaubten kein einfaches „Weiter So“, findet von Meien. Stattdessen sei es nun höchste Zeit, dass die Politik ein Zukunftskonzept für eine nachhaltige Entwicklung der Rintelner Grundschulen verabschiede.

Für die dazu notwendigen politischen Entscheidungen bedürfe es einer soliden Informationsgrundlage, die nur ein datenbasierter Schulentwicklungsplan gewährleisten könne.

Die CDU-Fraktion fordert den Bürgermeister demnach erneut und nachdrücklich dazu auf, „sich nicht länger zu verweigern und einen Schulentwicklungsplan bis zur Sommerpause vorzulegen“. von Jakob Gokl

Zum Weiterlesen: So kommt die Digitalisierung an Schaumburgs Schulen voran