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Rinteln Stadt Wie will Rinteln wohnen?
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12:48 12.10.2019
Rinteln

Wie Jürgen Peterson in einer Pressemitteilung der Gemeinnützigen Verwaltungs- und Siedlungs-GmbH (GVS), deren Chef er ist, der Stadt Rinteln und dem APL Institut für Wohnen und Stadtentwicklung mitteilt, werden demnächst rund 2000 Haushalte Post bekommen. Die Stadt Rinteln erarbeitet derzeit ein sogenanntes Wohnraumversorgungskonzept. Hiermit hat sie das ALP Institut in Hamburg beauftragt.

Zahlreiche andere Kommunen, beispielsweise Bad Nenndorf und Hameln, verfügen bereits über ein solches Konzept. Darin wird die Einwohnerstruktur abgeglichen mit den Wohnungen und Häusern, die in der Kommune zur Verfügung stehen. In Rechnung genommen wird auch die demografische Entwicklung, also beispielsweise der errechnete Zuzug neuer Bürger oder die Entwicklung der Altersstruktur. Schließlich haben verschiedene Menschen unterschiedliche Bedürfnisse an ihren Wohnraum: Mieten oder kaufen? Alt- oder Neubau? Innenstadtnah oder in einem Ortsteil? Die SPD hatte Ende 2018 den Antrag für das Wohnraumversorgungskonzept gestellt. So soll Bedarf und Bestand an Wohnungen, leer stehenden Häusern und Baugrundstücken ermittelt werden.

„Mit dem Wohnraumversorgungskonzept bekommen die Rintelner Politik und die Stadtverwaltung eine fundierte Entscheidungs- und Handlungsgrundlage für die zukünftige städtebauliche Entwicklung in Rinteln“, so Peterson in der Pressemitteilung.

Wohnwünsche sind Thema

„In den nächsten Tagen“ werden daher etwa 2000 Haushalte einen Fragebogen per Post bekommen, in dem es um ihre Wohnsituation und ihren Wohnbedarf gehen soll.

„Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich die Zeit für die Befragung zu nehmen“, so Peterson. Nur so könnten Angaben zur aktuellen Wohnsituation, wie zum Beispiel Lage und Größe der Wohnung, Eigentum oder Miete, Gebäudetyp, Nutzungsmöglichkeit im Alter und Zufriedenheit mit dem Wohnstandort zuverlässig ermittelt werden. Weiterhin sollen Fragen nach den Wohnwünschen gestellt werden: Wird zum Beispiel gerade geplant, umzuziehen? Was sind die Gründe? Wie lauten die Anforderungen an die gewünschte Wohnung – wie groß soll sie sein, welcher Gebäudetyp, wie ausgestattet, muss sie barrierefrei sein?

Barrierefreies und generationenübergreifendes Wohnen

„Darüber hinaus werden die Wünsche nach besonderen Wohnformen abgefragt“, so Peterson weiter. „Beispielhaft geht es hier um barrierefreies Wohnen, gemeinschaftliches Wohnen mit mehreren Familien, generationenübergreifendes Wohnen und altengerechtes, betreutes Wohnen.“

Während der Befragung stehen für Fragen und Auskünfte Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der GVS und dem ALP-Institut zur Verfügung. Nähere Informationen zu den Ansprechpartnern finden die Befragten in den Unterlagen zur Haushaltsbefragung.

Die Stadt Rinteln bittet, an der Umfrage teilzunehmen und die Fragebögen ausgefüllt zurückzusenden. „Nur so können verlässliche Handlungsempfehlungen zur Unterstützung der zukünftigen städtischen Entwicklung erarbeitet werden“, heißt es in der Pressemitteilung. mld

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