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Rinteln Stadt Zeit für weitere Zuschüsse
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Zeit für weitere Zuschüsse
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11:54 24.05.2018
„Stadteingangstor Nord“: Der erste Eindruck, den Radfahrer bekommen, die auf dem Weserradweg ankommen, ist alles andere als positiv.
„Stadteingangstor Nord“: Der erste Eindruck, den Radfahrer bekommen, die auf dem Weserradweg ankommen, ist alles andere als positiv. Quelle: kk
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Rinteln

Doch der Aufwand lohnt sich: Es geht um viel (Förder)-Geld für Rinteln und für private Investoren. Bis zum 1. Juni sollen die Verlängerung des Förderzeitraums und die Aufstockung der Fördermittel beantragt werden. An den Planungen arbeitet im Auftrag der Stadt der Sanierungsträger BauBeCon.

Seit 2009 ist die Stadt mit dem Bereich „Historische Ortslage“ in diesem Förderprogramm des Bundes und des Landes. Der Förderzeitraum endet am 31. Dezember 2019. Unter anderem wurden bisher die Weserpromenade und die Fußgängerbrücke am Alten Hafen bezuschusst. Bewilligt worden sind bisher Projekte mit einem Gesamtvolumen von 1,7 Millionen Euro.

Zuschuss für Sicherung und Modernisierung

Die Fortführung muss jetzt beantragt werden. Unterstützt wird der Erhalt besonders wertvoller historischer Stadt- und Ortskerne, in denen nicht nur einzelne Gebäude, sondern ganze Straßenzüge erhaltenswert sind. Bezuschusst werden unter anderem Sicherung, Modernisierung und Instandsetzung erhaltenswerter Gebäude und Ensemble. Geld gibt es auch für die Konzeptionierung und Planung von Maßnahmen sowie die Beratung von Eigentümern und Investoren. Zu je einem Drittel beteiligen sich der Bund und das Land an der Finanzierung. Ein weiteres Drittel muss die Stadt selber stemmen.

Als Stärken der Stadt werden die attraktive landschaftliche Lage, die Geschichte, Parkanlagen im Stadtzentrum, vielfältige Tourismusangebote und die fußläufige Erreichbarkeit wichtiger Ziele herausgestellt. Dem werden als Schwächen Sanierungs- und Modernisierungsstaus und eine teilweise vernachlässigte Bausubstanz, Leerstand in der Fußgängerzone, mangelnde Gestaltung und Pflege von Grün- und Freiflächen, unzureichende Barrierefreiheit und die weite Entfernung nach Hannover gegenüber gestellt.

Chancen sehen die Planer in der Schaffung unterschiedlicher Wohnangebote, in der Aufwertung des Wohnumfeldes, der Attraktivitätssteigerung von fußläufigen Verbindungen und der Sicherung und Erweiterung touristischer Angebote. Ausgemacht werden durchaus auch „Investitionspotenziale“. Risiken sind zunehmender Leerstand, der Angebots-, Nachfrage- und Attraktivitätsverlust der Innenstadt und die Gefahr weiterer Sanierungsstaus. kk

Mögliche Förderprojekte

  • Sanierung und Modernisierung des Kollegienplatzareals nach Auszug der IGS. Diese Maßnahmen bilden mit einer Million Euro den größten Posten im Programm.
  • Denkmalgerechte Sanierung der Altstadtmauer (Mühlenstraße, Hinter der Mauer, Dingelstedtwall).
  • Aufwertung des Blumenwalls im Bereich Rosengarten und Pfaueninsel. Neugestaltung des Spielplatzes.
  • Rekonstruktion des Heckenweges an der West-Contrescarpe.
  • Sanierung und Lückenschluss von Fuß- und Radwegen, zum Beispiel Überholung oder Neubau der Brücke an der ehemaligen Jugendherberge.
  • Förderung privater Sanierungsvorhaben an Wohn- und Geschäftsgebäuden.
  • Sanierung einzelner Straßenzüge wie Hinter der Mauer, Kapellenwall, Am Bären.
  • Beseitigung von Mängeln am „Stadteingangstor Nord“ im Bereich Weserangerbad, Verbesserung der Barrierefreiheit in der Altstadt.
  • Für die Fortschreibung des ISEK und damit für neue Projekte werden Zuschüsse von gut 2,4 Millionen Euro von Bund und Land beantragt. Würden diese gewährt, müsste die Stadt weitere 1,2 Millionen Euro selbst aufbringen.