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Rinteln Stadt Zwölf Prozent mehr Übernachtungen in Rinteln
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Zwölf Prozent mehr Übernachtungen in Rinteln
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09:11 19.08.2019
Die Stadt an der Weser kann ein deutliches Plus im Bereich Tourismus verzeichen.  Quelle: archiv
Rinteln

Das Touristikzentrum Westliches Weserbergland hat jetzt die statistischen Zahlen für Rinteln für das Vorjahr vorgelegt. Danach bleibt ein Gast im Durchschnitt 2,4 Tage in Rinteln. Bei den Übernachtungen gab es ein dickes Plus: zwölf Prozent mehr als im Vorjahr.

149324 Übernachtungen wurden in Betrieben mit mindestens zehn Betten gezählt, 40 Prozent dieser Urlauber waren Campinggäste, die in Wohnwagen oder Wohnmobilen angereist sind.

Auch Couchsurfing nimmt zu

Dazu kommen 20000 Übernachtungen in Privatquartieren, also in Betrieben unter zehn Betten, das ist der sogenannte graue Beherbergungsmarkt.

Die glatte Zahl kommt zustande, weil es sich hier um einen statistischen Schätzwert handelt, wie Tourismusmanager Matthias Gräbner erläuterte. Zwar sei die Zahl dieser Betriebe über das Gastgeberverzeichnis bekannt, doch diese Betriebe seien nicht verpflichtet, Übernachtungen statistisch zu erfassen. Ebenfalls nicht erfasst wird „Couchsurfing“, das in Rinteln noch nicht eine Dimension wie in Großstädten erreicht habe, aber von Jahr zu Jahr zunehme.

Toursimus beachtlicher Wirtschaftsfaktor

Dazu kommen pro Jahr rund 800000 Tagestouristen in die Weserstadt. Auch für die Zahl der Tagestouristen gibt es, logisch, nur statistische „Näherungswerte“. An den Eingängen der Stadt sind ja keine Zählstellen eingerichtet. Zahlen für Tagestouristen ermittelt das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr regelmäßig im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie durch repräsentative bundesweite Befragungen. Für das Weserbergland wurde dabei der Faktor 5,8 ermittelt, das heißt, auf jede erfasste Übernachtung kommen 5,8 Tagesreisen.

Man geht davon aus, dass ein Tagesgast rund 23 Euro in der Stadt lässt und ein Übernachtungsgast rund 123 Euro. Rechnet man diese Zahlen mit den Übernachtungen und Tagesgästen hoch, wird deutlich, dass sich der Tourismus in der Weserstadt inzwischen zu einem beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt hat.

Von Touristen profitieren ja nicht nur unmittelbar das Übernachtungsgewerbe und die Gastronomie, sondern auch die Einzelhändler. Die haben sich vielfach darauf eingestellt und schicken beispielsweise Radtouristen Einkäufe wie Souvenirs oder Kleidung auf Wunsch an ihre Heimatadresse. von Hans Weimann

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