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Apelern Nachnutzung durch Krippe möglich
Schaumburg Rodenberg Apelern Nachnutzung durch Krippe möglich
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00:24 23.03.2018
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Apelern

Noch befinden sich die Pläne aber in einem sehr frühen Stadium, wie Jörg Döpke, Fachbereichsleiter Innere Verwaltung, auf Anfrage erklärte.

Kölle hatte das ähnlich formuliert, denn in der vom Streichkonzept der Sparkasse betroffenen Apelerner Filiale befinden sich auch Wohnräume, die derzeit privat genutzt werden. Mit den Mietern muss die Samtgemeinde erst einmal erörtern, ob diese Einwände gegen eine Krippe hätten – und den damit wohl einhergehenden Lärm. Geeignet wäre der Standort schon wegen seiner zentralen Lage und der Nähe zur Grundschule. Kölle geht davon aus, dass eine Betreuungseinrichtung für Kinder unter drei Jahren auch den Fortbestand der Grundschul-Außenstelle dauerhaft sichern würde.

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Bedarf ist vorhanden

Damit hat der Bürgermeister wohl die gesamte Entwicklungskette im Blick, denn der Ort soll in Kürze ein neues Baugebiet bekommen. Eine Krippe im Ort würde die dortigen Parzellen auch für Familien mit ganz jungen Kindern attraktiver machen. Und diese gehen irgendwann auch in die Grundschule. Döpke ist ebenfalls überzeugt: Der Bedarf an einer weiteren Krippe in der Samtgemeinde ist vorhanden.

Kölle räumte auf die Frage eines Bürgers hin auch die Befürchtung aus, dass der Sparkassenautomat verschwinden könnte, sollte die Ex-Filiale mit einer Kita gefüllt werden. Der Geldautomat würde dann eingehaust und könnte unabhängig von der Kita weiter genutzt werden. Einige Aspekte sind demnach also doch bereits durchleuchtet worden.

Grundlagen müssen erörtert werden

Döpke äußerte sich betont vorsichtig. „Wir arbeiten da dran“, so die Standardformulierung. Zuerst müsse mit dem Gebäudeeigentümer gesprochen werden. Zu klären sei dabei zunächst einmal, ob das Haus im Besitz der Sparkasse bleibt und die Samtgemeinde den unteren Bereich für den Krippenbetrieb mietet oder ob die Kommune die Immobilie kauft. Auch weitere Grundlagen müssen erörtert werden, sowohl rechtlicher als auch baulicher Natur.

Aber: „Es kann Sinn machen, ein Bestandsgebäude zu nutzen, anstatt immer neu zu bauen“, sagt Döpke. So hatte die Samtgemeinde in 2017 auch die Krippe in Hülsede eingerichtet. Andererseits sind zwei Kita-Neubauten in Lauenau und Rodenberg in der Planung (wir berichteten).

Für die Gemeinde Apelern und vor allem für deren größten Ort wäre eine Krippe in weiterer Schritt nach vorn. Derzeit befindet sich außer dem Baugebiet auch ein Ärzte- und Wohnhaus im Werden. Ferner verfügte Apelern dann über eine Grundschule, einen Hort zur Nachmittagsbetreuung von Schülern, eine Kinder-Tagespflege und eine Krippe für unter Dreijährige – und dies alles in unmittelbarer räumlicher Nähe zueinander. gus