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Apelern Soldorf: Gartenhütte, Scheune und Anbau beim Feuerwehrhaus brennen
Schaumburg Rodenberg Apelern Soldorf: Gartenhütte, Scheune und Anbau beim Feuerwehrhaus brennen
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14:22 11.08.2019
Der Feuerwehreinsatz dauert für einzelne Freiwillige bis Sonntagmorgen an. Quelle: Symbolfoto, dpa
Soldorf

Am Soldorfer Salinenplatz ist am Samstagabend gleich an drei Stellen ein Feuer ausgebrochen. Bei dem Großeinsatz bekämpften die Wehren mit sechs Schläuchen bis tief in die Nacht die unterschiedlichen Brände.

Nachbarn bemerken Feuer und Rauch und schlagen Alarm

Aus Bad Nenndorf musste die Drehleiter angefordert werden. Allein 18 Trupps unter schwerem Atemschutz sorgten dafür, dass der Schaden im Rahmen blieb.

Kurz nach 20 Uhr war die Wochenendruhe für die Einsatzkräfte vorbei. Nachbarn hatten an einem kleinen Geräteschuppen eines Grundstücks zwischen Salinenplatz und Stadthäger Straße Rauch und Flammen gesehen und die Feuerwehr alarmiert.

Feuer in Soldorf: Diese Feuerwehren waren im Einsatz

Kurz darauf brannte es an zwei weiteren Stellen – einem Anbau des Wohnhauses in direkter Nachbarschaft zum örtlichen Feuerwehr-Gerätehaus sowie an einer Scheune, die etwa 40 Meter Luftlinie entfernt vom ursprünglichen Brandherd liegt.

An drei Orten am Salinenplatz hat es am Samstagabend gebrannt, unter anderem an diesem Scheunen-Anbau. (Foto: Bernd Althammer)

Neben den Wehren aus Soldorf und Groß Hegesdorf rückten die Einheiten aus Lyhren, Apelern, Rodenberg, Lauenau, Hülsede und Schmarrie an. In mehreren Gruppen wurden die drei Feuer bekämpft.

Feuer greift auf Scheune und deren Dach über

Während die beiden erstgenannten Brände schnell unter Kontrolle waren, entpuppte sich die Scheune als so großer Gefahrenpunkt, dass die Drehleiter aus Bad Nenndorf sowie der Gerätewagen Atemschutz des Landkreises angefordert wurden.

Der Holzunterstand, der früher die Technik des örtlichen Salinenbetriebs aufgenommen hatte stand bald in Flammen und breitete sich auf eine Scheune und deren Dach aus. Hier mussten Wände entfernt und Glutnester beseitigt werden. „Sehr kritisch“, sei dies gewesen, erklärte Soldorfs Ortsbrandmeister Patrick Reinecke gegenüber den SN, da sich neben der Scheune ein Wohnhaus befand.

Bewohner in Sicherheit - Brandwache bleibt bis Sonntagmorgen

Zum Glück kam es dort nur zu Verqualmungen. Die beiden Bewohner hatten sich frühzeitig in Sicherheit begeben können. Die einzige Bewohnerin des Gebäudes, auf dessen Grundstück die ersten beiden Brände entstanden, war gar nicht zuhause.

Nach sieben Stunden im Einsatz rückten die Wehren ab, wobei die Rodenberger Kräfte bald darauf zu einem weiteren Großbrand nach Bad Nenndorf gerufen wurden. Vor Ort blieb eine Brandwache, deren vorerst letzte Kontrolle am Sonntag gegen 10 Uhr erfolgte.

Dreifach-Feuer: Anwohner spekulieren über Brandstiftung

Noch in der Nacht nahm eine Gruppe der Nienburger Polizeiinspektion die Ermittlungen auf. Weitere Untersuchungen folgen am Montag durch die Kriminalpolizei. Im Nu aber spekulierte die Bevölkerung über mögliche Ursachen für das Feuer und vermutete Brandstiftung.

Ob dies an allen drei Stellen erfolgte oder nur an dem kleinen Geräteschuppen, von dem aus Funkenflug wegen des stürmischen Winds die beiden weiteren Objekte erfasste, wollten sie nicht ausschließen. Jemand will an der Stadthäger Straße kurz vor dem Ausbruch des Feuers eine Person mit einem silbernen Fahrrad gesehen haben. von Bernd Althammer

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