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Lauenau Albert-Schweitzer-Schule: Sanierungsstart muss warten
Schaumburg Rodenberg Lauenau Albert-Schweitzer-Schule: Sanierungsstart muss warten
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00:22 22.02.2019
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Lauenau

Unter Hinzunahme eines Fachmanns will die Politik auf Grundlage einer Wunschliste der Lehrer später einen Fahrplan der nötigen Arbeiten erstellen.

„Wir befinden uns hier in einem mehr als 100-jährigen Gebäude mit diversen Anbauten“, beschrieb die Ausschussvorsitzende Elisabeth Rautenberg-Röver (Grüne) das Grundproblem. Es habe nach und nach bereits mehrere Änderungen gegeben. Dennoch bedürfe es auch jetzt weiterer Anpassungen. Vor allem die elektrischen Leitungen hätten es dringend nötig, so die Grünen-Politikerin. Allerdings mache es der Schulbetrieb schwierig, größere Maßnahmen ohne Störung umzusetzen. Die Ferien allein reichten nicht aus.

Lange Wunschliste

Der jetzige Lehrkörper hatte den Ratsleuten eine lange Wunschliste mit auf den Weg gegeben. Bei zurückliegenden Anpassungen seien auch stets die von den Pädagogen vorgebrachten Argumente berücksichtigt worden, betonte Arno Fatzler, stellvertretender Leiter des Baufachbereichs. SPD-Ratsherr Klaus-Werner Volker hob wiederum hervor, dass es eine gemeinsame Zielsetzung von Lehrerschaft, Politik und Verwaltung geben muss. Diese werde kaum binnen eines Jahres erreicht werden. „Ein Neubau auf der grünen Wiese“ sei aber auch nicht realistisch. Es sei schon mit der vorhandenen Bausubstanz zu arbeiten.

Höchste Priorität bei Fluchtwegen und Brandschutz

Uwe Märtens (SPD) sprach sich dafür aus, dass die Schule Prioritäten benennt. „Außerdem müssen wir natürlich wissen, wie viel Geld zur Verfügung steht, bevor wir in Gespräche einsteigen“, ergänzte der Rodenberger. Fatzler erinnerte daran, dass bereits ein Fluchtwegkonzept im Schulausschuss vorgestellt worden war. Allein dessen Punkte reichten seiner Meinung nach aus, um genug Bauprojekte für zwei Jahre auf den Weg zu bringen.

Bei den Fluchtwegen und beim Brandschutz sah Fatzler die höchste Priorität. Die von Politikern während einer Besichtigung vorgebrachten Themen Beschattung und Heizungssteuerung spielten für ihn erst die zweite Geige. Nicole Wehner (WGSR) stimmte Fatzler im Grundsatz zu, doch auch im Sanitärbereich der Sporthalle sollten unter anderem neue Armaturen installiert werden. Auch Volker strich heraus: „Brandschutz und Fluchtwege sind das Skelett einer Schule.“

Lehrervorlage als Basis

Hans-Werner Kühnel (SPD) kritisierte die Lehrer-Liste, weil darauf auch Wünsche wie eine neue Farbgestaltung von Türen aufgeführt seien. Dies habe für ihn die geringste Dringlichkeit, zumal auch kaum pädagogischer Nutzen zu erkennen sei. Karl-Heinz Bruns (CDU) nahm Märtens‘ Vorschlag auf. „Wir sollten das noch einmal zur Überarbeitung zurückgeben“, sagte der Lauenauer. Die Schule solle aufreihen, welche Maßnahmen sie zuerst umsetzen lassen möchte. Auf der Grundlage könne die Politik dann einen genauen Zeitplan entwerfen.

Der Bauausschuss entschied, dass die Lehrervorlage als Basis der Planung verwendet wird, die Schule muss sie zuvor nicht noch einmal bearbeiten.

Von Guido Scholl