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Lauenau Feggendorf: Neues Feuerwehrhaus kommt wohl erst in zehn Jahren
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11:10 27.03.2019
Das Feggendorfer Feuerwehrhaus ist arg in die Jahre gekommen. Trotz Carports für die Transportfahrzeuge besteht Platzmangel. Quelle: gus
Feggendorf

Das Grundproblem: Sowohl die Fahrzeughalle als auch die Aufenthalts- und Sanitärräume sind für die Feggendorfer Feuerwehr zu eng. Ein Beispiel: Der Jugendraum ist nicht viel mehr als eine Garderobe sowie ein Regal für Getränke und etwas Ausrüstung. Daher hatte die Feuerwehr einen Neubau beantragt. Wo, das ist aktuell noch offen.

Das spricht gegen einen Umbau am aktuellen Standort

In der Politik kam aber auch die Idee auf, im bestehenden Gebäude etwas umzumodeln. Denn die Obergeschoss-Wohnung des Komplexes, zu dem auch das Dorfgemeinschaftshaus und die Bücherei gehören, steht derzeit leer. Vor einer Neuvermietung müssten diese Räume renoviert werden. Soll die Feuerwehr die Wohnung künftig als Tagungsraum nutzen, müsste ein zweiter Fluchtweg gebaut werden.

Diese Option wäre interessant, wenn der jetzige Versammlungsraum für geschlechtergetrennte Duschen und Umkleiden genutzt würde. Dann wäre aber immer noch die Fahrzeughalle zu klein, wie Klaus-Werner Volker (SPD) während einer Besichtigung betonte. Er sprach sich denn auch gegen umfangreiche Arbeiten vor Ort aus.

Neubau am Sportplatz? Die Standortsuche geht weiter

Die Idee eines Anbaus konterte der Lauenauer mit dem Verweis auf Pohle, wo dieses Vorgehen erhebliche Probleme gebracht habe. Volker machte einen zaghaften Vorschlag für den Standort des Neubaus: am Sportplatz Feggendorf. „Das ist nur ein Vorschlag, man möge mich nicht steinigen“, ergänzte er.

Teures Stückwerk lehnte auch Udo Meyer (WGSR) ab, er sprach sich aber dafür aus, zumindest eine „bezahlbare“ Zwischenlösung im Sinne einer zeitnahen Verbesserung der Zustände zu prüfen. Denn es sei angesichts der Gerätehaus-Neubaupläne in Messenkamp, Hülsede und Apelern ungewiss, wann ein Neubau realistisch zu erwarten ist.

Gerätehäuser in Messenkamp, Hülsede und Apelern haben Vorrang

Am Fahrplan – zuerst Messenkamp, dann Hülsede, dann Apelern – soll Meyer zufolge nicht gerüttelt werden. Der Messenkämper geht davon aus, dass ein Feggendorfer Neubau erst in zehn Jahren stehen könnte. Volker schlug vor, die Planung eines Neubaus anzuschieben und vor allem erst einmal mögliche Standorte zu suchen. Auch Gestaltungsvarianten sind zu eruieren.

Dennoch sollen akute Verbesserungsmöglichkeiten ebenfalls abgeklopft werden. Der Ausschuss schloss sich dem an. Volker bat den Feggendorfer Ortsbrandmeister, Jürgen Langerwisch, die bereits von der dortigen Feuerwehr erarbeiteten Unterlagen an die Verwaltung weiterzuleiten, damit sie den Politikern zur Verfügung gestellt werden können. von Guido Scholl