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Lauenau Feuerwehr Feggendorf soll Räume im Dorfgemeinschaftshaus beziehen
Schaumburg Rodenberg Lauenau Feuerwehr Feggendorf soll Räume im Dorfgemeinschaftshaus beziehen
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17:45 06.11.2019
Das Feggendorfer Feuerwehrhaus ist arg in die Jahre gekommen. Trotz Carports für die Transportfahrzeuge besteht Platzmangel. Quelle: Archiv gus
Feggendorf

Bereits vor Monaten hatten Samtgemeindepolitiker ein Auge auf die inzwischen leer stehenden Räume der ehemaligen Lindenschule direkt neben dem Feuerwehrdomizil geworfen. Doch die weitere Diskussion darüber wurde im Keim erstickt: Erst müsse sich der Eigentümer – eben der Flecken – erklären.

Der Feuerwehr-Nachwuchs ist da - braucht aber Platz

Und das zog sich nicht lange hin. Der Vorsitzende des Bau- und Planungsausschusses, Uwe Heilmann (SPD), ließ Jugendwart Daniel Walkowiak zu Wort kommen, der zunächst über die personelle Situation berichtete. Neben zweier großer Kinder- und Jugendgruppen gebe es „eine große Riege junger Erwachsener“, die den Personalstamm der Einsatzkräfte in den nächsten Jahren sichern würden.

Aus diesen Gründen wäre der Umbau eine "superpraktische Lösung"

Sein Vorschlag: Der jetzige Schulungsraum im Erdgeschoss soll als Umkleide dienen. Damit wären gleichzeitig die beengten Verhältnisse in der Garage passé, weil dort noch die Einsatzkleidung hängt. Schulungs- und Jugendraum fänden im Obergeschoss Platz. Zugleich könnten geschlechtergetrennte Toiletten geschaffen werden. „Das alles ist weitaus schneller umzusetzen als ein Neubau“, hob Walkowiak hervor. „Wir versprechen uns deshalb für den Übergang bis zu einem Neubau eine superpraktische Lösung“, ergänzte der Fachmann.

Mehr zum Thema: Neues Feuerwehrhaus kommt wohl erst in zehn Jahren

Das sah Nicole Wehner (WGLF) genauso. „In Feggendorf kommt es doch in den nächsten zehn Jahren zu keinem Neubau. Dann ist das hier besser“, sagte sie. „Die Samtgemeinde ist doch heute schon finanziell klamm, dann kann eine solche Zwischenlösung nur gut sein“, befand auch Uwe Budde (SPD). Deshalb solle der Flecken das Obergeschoss zur Verfügung stellen.

Ältere Kameraden stimmen zu, pochen aber dennoch auf den Neubau

Auf Anfrage Wolfgang Köllings (SPD) erklärte Ortsbrandmeister Jürgen Langerwisch, dass auch die älteren Kameraden dem Vorhaben zustimmen, obwohl das Ziel ein Neubau bleibe. Dass dieser noch zehn Jahre auf sich warten lasse, sei „aber nicht zu halten“. Die Garage bleibe weiterhin zu klein, es fehlen Parkplätze, und die technischen Einrichtungen seien unzureichend.

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Heilmann warnte indes vor zu großem Optimismus. „Ich wage keine Prognose für einen baldigen Neubau“, sagte der Ausschussvorsitzende. Eigentlich habe der Rat wieder Wohnraum schaffen wollen, doch die Unterbringung der Feuerwehr sei „jetzt viel wichtiger“. Der einstimmige Beschluss wurde vom Beifall der zahlreichen Zuhörer begleitet.
Welcher finanzielle Aufwand mit der Obergeschosslösung verbunden sein wird, blieb an diesem Abend ungeklärt. Außer der Innensanierung werde es wohl weiteren Aufwand geben. Lauenaus Bürgermeister, Wilfried Mundt, sprach von einem maroden Dach, Heilmann von der Notwendigkeit eines zweiten Fluchtwegs. von Bernd Althammer

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