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Lauenau Gerüchte nach Drogenfund
Schaumburg Rodenberg Lauenau Gerüchte nach Drogenfund
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00:22 24.03.2018
FEGGENDORF/BÜCKEBURG

Die Umstände – ein Stein war in ein Fenster geworfen worden, woraufhin die Polizei auf die Cannabis-Pflanzen aufmerksam wurde – werden im Ort folgendermaßen interpretiert: Jemand, der dem Drogen-Anbauer feindlich gesonnen war, wollte, dass die Sache auffliegt. Die Staatsanwaltschaft Bückeburg hält jedoch wenig von dieser Theorie.

Rückblende: Nach Angaben der Polizei aus der Vorwoche war am späten Abend des Sonntag, 11. März, ein Einbruchsversuch in das Haus des Feggendorfers Dennis P. gemeldet worden. Ein Unbekannter habe einen Stein in das Fenster eines Anbaus geworfen und sei dann davon gelaufen. Nur wegen dieses Hinweises eines Feggendorfers machten sich die Beamten auf den Weg nach Feggendorf, um die Immobilie zu untersuchen. Am darauffolgenden Montagmorgen beschlagnahmten die Beamten die rund 200 Cannabis-Pflanzen des Mannes.

Anruf bei Polizei hätte genügt

Nils-Holger Dreißig, Sprecher der Staatsanwaltschaft Bückeburg, kann das Gerücht, jemand wollte mit dem Steinwurf absichtlich eine Durchsuchung des Hauses an der Deisterstraße herbeiführen, nicht bestätigen. Er hält diese Überlegung für eher abwegig, weil auch ein Anruf bei der Polizei mit einem entsprechenden Hinweis genügt hätte, um den Stein ins Rollen zu bringen.

Wegen des eingeschlagenen Fensters werde indes schon ermittelt. Die Polizei untersucht offiziell einen Fall von Sachbeschädigung. Ob in deser Sache ein stichhaltiges Ergebnis herauskommt, ist offen. Eine Anklageerhebung wäre letztlich Sache der Staatsanwaltschaft.

Dennis P. hat sich nach Angaben Dreißigs in der vergangenen Woche den Ermittlungsbehörden gestellt. Der Feggendorfer sei geständig und habe sich einen Anwalt genommen. Unklar ist das Strafmaß, das dem jungen Mann droht. Infrage kommt eine Bewährungsstrafe ebenso wie eine Haftstrafe von mindestens zwölf Monaten.