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15:38 29.08.2018
Offene Bücherschränke wie in Rodenberg sollen auch in Feggendorf und Lauenau platziert werden.
Offene Bücherschränke wie in Rodenberg sollen auch in Feggendorf und Lauenau platziert werden. Quelle: Archiv
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LAUENAU

Einen Antrag dazu hatte Nicole Wehner (WGLF) gestellt. Sie schlug vor, jeweils einen Bücherschrank in Lauenau und Feggendorf aufzustellen. Die Kosten hatte sie mit 3200 Euro angegeben. Als Grundlage dieser Berechnung diente der Schrank in Rodenberg, der 1600 Euro gekostet hat.

In den umliegenden Gemeinden seien die Bücherschränke bereits ein „gelebtes Modell mit großem Erfolg“, erklärte Wehner. Wilfried Mundt (SPD) äußerte Zweifel an der Notwendigkeit eines Schrankes für Feggendorf, weil es dort aktuell Überlegungen gibt, einen Archivraum mit ausleihbaren Büchern zu bestücken.

Platz in einer Nische

Die zu tauschenden Bücher in einem nur zu bestimmten Zeiten zugänglichen Raum bereit zu stellen, widerspricht laut Wehner dem Prinzip des Bücherschranks. Dort könne sich schließlich jederzeit bedient werden, was Hemmschwellen bei den Nutzern senkt.

Mundt fragte außerdem, wo am Dorfgemeinschaftshaus der Bücherschrank installiert werden soll –  schließlich werde davor beispielsweise ein Weihnachtsmarkt organisiert. Wehner erklärte, sie habe sich vorgestellt, den Schrank in die Nische neben dem Eingang zu platzieren. Sie habe dabei ein kleineres Modell als das in Rodenberg im Sinn, das auch nur von einer Seite zugänglich ist. Entsprechend würden wohl auch die Kosten geringer ausfallen. Damit konnte sich auch Mundt anfreunden.

Keine zeitliche Einschränkung

Als Kompromiss schlug Nicole Bruns (CDU) vor, zunächst nur den Schrank in Lauenau aufzustellen, um zu gucken, wie es läuft. Einen anderen Vorschlag hatte Gemeindedirektor Sven Janisch parat. Er schlug vor, übergangsweise ein offenes Regal in den Eingangsbereich der Verwaltung des Gewerbeparks, Carl-Sasse-Straße 3, zu stellen. Dies wäre schnell erledigt. Die Nutzer könnten dort bis 18 Uhr auf die Bücher zugreifen. Doch auch das war es nicht, was Wehner im Sinn hatte. Sie hatte sich den Standort am ZOB überlegt, weil dort viele Menschen auf den Bücherschrank aufmerksam werden.

„Wie reden über drei verschiedene Sachen. Ich war zwar anfangs etwas skeptisch, aber ich denke man, sollte das ausprobieren, was beantragt wurde“, setzte Mundt schließlich einen Strich unter die Diskussion. So wurde es dann auch einstimmig beschlossen – im Wortlaut des ursprünglichen Antrags.
Der einzige offene Bücherschrank in der Samtgemeinde steht bislang in Rodenberg beim Ratskeller. göt