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Lauenau Mord an Ines K. in Lauenau: Freispruch von Uwe K. ist rechtskräftig
Schaumburg Rodenberg Lauenau Mord an Ines K. in Lauenau: Freispruch von Uwe K. ist rechtskräftig
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16:51 10.12.2019
Uwe K. (rechts) mit Anwalt Christoph Hessel vor der Urteilsverkündung im März in Hildesheim. Quelle: Archiv ly
Lauenau

Uwe K. ist nun rechtskräftig vom Mord an seiner Ehefrau Ines K. freigesprochen worden. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Urteil des Landesgerichts Hildesheim.

So lautet das Ergebnis der Prüfung durch den BGH

Die Revisionen der Nebenkläger gegen die Entscheidung aus dem März dieses Jahres „sind mit dem einstimmigen Beschluss des BGH als unbegründet verworfen worden, da die Nachprüfung des Urteils aufgrund der Revisionsrechtfertigungen keinen Rechtsfehler ergeben habe“, heißt es in der Pressemitteilung des Landgerichts Hildesheim.

Anders als bei einer Berufung werden bei einer Revision nicht noch einmal alle Umstände untersucht. Es wird lediglich das Urteil auf Rechtsfehler überprüft.

Deshalb stand Uwe K. in zwei Prozessen vor Gericht

Der heute 49-Jährige stand in Bückeburg und in Hildesheim vor Gericht. Ihm war vorgeworfen worden, am 27. Mai 2015 seine Ehefrau Ines K. (42) im Zwischentrakt des Hauses in Lauenau durch Schläge zunächst schwer verletzt und anschließend erstickt zu haben.
Zunächst hatte das Landgericht Bückeburg Uwe K. 2017 wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Nachdem der BGH der Revision stattgegeben hatte, wurde das Verfahren in Hildesheim neu aufgerollt. Das Landgerichts sprach Uwe K. im März nach 32 Verhandlungsterminen „aufgrund begründeter Zweifel an seiner Täterschaft“ frei.

Staatsanwaltschaft hatte Revision bereits zurückgezogen

Dagegen legten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Nebenklage Revision ein. „Nachdem zunächst die Staatsanwaltschaft die Revision nach Erhalt der schriftlichen Urteilsgründe zurückgenommen hatte, ist das Urteil nunmehr nach der Verwerfung der Revisionen der Nebenkläger rechtskräftig“, teilte das Landesgericht mit.

So verlief der Prozess in Hildesheim