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Lauenau Museumsmarkt des Lauenauer Heimatvereins lockt viele Besucher
Schaumburg Rodenberg Lauenau Museumsmarkt des Lauenauer Heimatvereins lockt viele Besucher
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15:06 08.09.2019
Sönke darf sich auch einmal am Amboss versuchen.  Quelle: nah
Lauenau

Scharf geschossen wurde schon am frühen Nachmittag. Später stürmten  Angreifer die gelben Mauern  und warfen die Türme zu Boden. Doch es waren nur Seifenblasen, Strohballen und Kulissen aus Pappe. Der Museumsmarkt des Lauenauer Heimatvereins hatte seinen Höhepunkt erreicht – die Burg war gefallen.  

Damit wurde nicht nur den jungen Akteuren deutlich gemacht, was vor genau 500 Jahren sich in Lauenau ereignete, als die Schaumburger während der Hildesheimer Stiftsfehde die kleine Festung eroberten und sie mithilfe der örtlichen Bevölkerung zerstörten. Vorsitzender Jürgen Schröder übermittelte die historischen Ereignisse, während die Kinder in Rüstungen aus Stoff und mit bemaltem Schild auf ihren Einsatz warteten.

Türbalken bergen Geheimnis in sich

Zuvor hatte es bereits etliche Gelegenheiten zum Staunen gegeben. Restaurator Axel Schöpf zum Beispiel entlockte dem Türbalken des kürzlich abgerissenen Hauses Kölle ein Geheimnis. Unter einer Farbschicht kamen zwei Namen aus dem Baujahr 1789 zum Vorschein, die sich als C.H. Voigtmann und S.L.I. Hölschern lasen. Das Duo Michelle und Marietta überraschte mit Keramikkunst. Erhard Meyer brachte seine Dampfmaschinen in Bewegung und ließ mit ihnen derart laute Pfiffe ertönen, als käme glatt eine Lokomotive um die Ecke. Leise surrte ein Spinnrad; Claus Gräbig ließ krachend Baumstämme spalten.

Von Eisen schlagen bis Kartoffeldruck

Tüchtig ins Schwitzen kam Bernhard Arnold an der Feldschmiede und lud kleine Besucher ein, ebenfalls mit dem Hammer auf glühendes Eisen zu schlagen. Andere übten sich im Kartoffeldruck und versahen Taschen oder Schürzen mit ihrem Namen oder dank entsprechender Gipsmodels mit dem Flecken-Wappen.

Ein letztes Mal konnten die Besucher einen Blick auf die Wanderausstellung über die medizinische Versorgung in alter Zeit werfen. Schließlich muss bald Platz geschaffen werden für neue Vorhaben des Heimatvereins. nah