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Lauenau Noch kein Saft
Schaumburg Rodenberg Lauenau Noch kein Saft
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00:24 22.03.2018
Noch liefern Dieselaggregate die Energie für Presslufthammer und andere Geräte im Stollen. Quelle: nah
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FEGGENDORF

Etliche Formalitäten sind einzuhalten. Zudem zögern die Bergleute angesichts der hohen Kosten, das Risiko einzugehen. Einen engagierten Befürworter haben sie jedoch zur Seite: Lauenaus Bürgermeister Wilfried Mundt sprach dem Vorsitzenden des Fördervereins und Betriebsleiter, Florian Garbe, Mut zu, den Wunsch weiter voranzutreiben.

Es locken Zuschüsse von der Europäischen Union im Rahmen des Leader-Programms, das schon einmal in den Deisterwäldern beim Bau des Zechenhauses außerordentlich behilflich war. Doch jetzt geht es um insgesamt 153 000 Euro, die Netzbetreiber Avacon für ein ausreichend dimensioniertes Stromkabel bis zum Zechenvorplatz samt dortiger Trafostation verlangt.

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Billiglösung scheidet aus

„Die Billiglösung wäre für 5000 Euro eine Steckdose am Wasserwerk gewesen, aber das bringt uns ja nicht weiter“, erklärte Garbe. Die Bergleute hätten selbst die weiteren 600 Meter bis zur Zeche überbrücken müssen und wären nur unzureichend versorgt gewesen. Es müsse schon ein richtiger Anschluss sein, der die beiden reparaturanfälligen Dieselaggregate ablösen könne, die allein bis zu 3000 Euro Treibstoff pro Jahr benötigen, um für Licht und den Betrieb der schweren Abbaugeräte sowie der Pumpen unter Tage zu sorgen. Strom hätte auch den Vorteil, Frostwächter unter anderem für das Zechenhaus einzusetzen.

Neben dem Zögern des Vereins, der als Projektträger in der Verantwortung stehen würde, sind bereits zwei Antragsfristen verstrichen, weil jeweils Formulare nicht rechtzeitig vorlagen. Nun gibt es ein neues Ultimo im September. „Aber wir haben Zweifel, ob das nicht eine Nummer zu groß für uns ist“, räumte Garbe freimütig ein.

Mundt macht Mut

Ihm geht es vor allem um die Rückzahlungspflicht von Fördergeldern, falls sich das Vorhaben nicht wie gewollt in Gänze umsetzen lasse und nur in Teilen realisiert werden kann. „Wir müssen das noch sorgfältig prüfen“, sagte er. Andererseits sollte der Flecken Lauenau nicht als Projektträger auftreten, um diesen nicht noch mehr zu belasten. Derzeit bestehe aber der Wunsch, dass dieser sich mit 25 000 Euro beteilige. Ein Betrag in gleicher Höhe wird vom Landkreis Schaumburg erhofft. Und ebenfalls 25 000 Euro will der Förderverein unter anderem durch Sponsoren beisteuern. Blieben 75 000 Euro aus dem Leader-Topf.

„Ich kann euch nur raten, es zu tun“, riet Mundt und verwies allein auf die Treibstoffkosten. „Diese 3000 Euro könnten schon ins Darlehen fließen“, rechnete er vor. Zudem stünde der Verein nicht allein da. Die Unterstützung des Rates sei gewiss.

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