Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Lauenau Radweg geflickt: Uralte Buckelpiste in Lauenau verschwunden
Schaumburg Rodenberg Lauenau Radweg geflickt: Uralte Buckelpiste in Lauenau verschwunden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:14 29.04.2019
Tiefschwarzer Asphalt bedeckt nun die einstige Buckelpiste neben der K58. Quelle: gus
Lauenau/Rodenberg

Etliche Radfahrer dürften sich im positiven Sinn gewaltig gewundert haben, als sie kürzlich die Strecke von Lauenau nach Rodenberg oder zurück strampelten. In Höhe des Regenbeckens unterhalb des Baugebiets Felsenkeller ist ein etwa 50 Meter langes Stück Asphalt erneuert worden.

Dieser Abschnitt ist etliche Jahre – mit Sicherheit sogar mehrere Jahrzehnte – lang eine der schlimmsten Buckelpisten auf Radwegen in der Samtgemeinde Rodenberg gewesen.

So schlimm war der Radweg an der K58 über Jahre

Das leichte Gefälle aus Richtung Rodenberg herunter rollend, mussten Radfahrer seit langer Zeit frühzeitig schauen, wie sie den von etlichen Baumwurzeln hochgedrückten Asphalt am besten umkurven. Denn erstens sind sie von dort aus gemeinhin recht fix unterwegs, zweitens versperrt die Baumansammlung zwischen Straße und Radweg in der Kurve die Sicht auf die Schadstellen.

Wer auf dem Weg neben der Kreisstraße 58 schon oft geradelt ist und jetzt den Hügel hinunterkommt, dürfte sich dennoch innerlich entweder auf ein Brems- und Steuermanöver vorbereiten. Oder eben darauf, ordentlich durchgerüttelt zu werden. Doch dann die Überraschung: Die einstige Buckelpiste ist nicht nur topfeben, sondern auch mit ausgesprochen sanftem Asphalt überzogen.

Radfahrer weichen auf den Grünstreifen aus

Selbst ältere Einwohner der Samtgemeinde, die häufig im Sattel unterwegs sind, können sich wohl kaum noch entsinnen, dass es sich dort einmal so entspannt radeln ließ wie jetzt. An beiden Seiten hatten sich bei den ärgsten Huckeln längst schmale Spuren gebildet, die von sicherlich Tausenden Ausweichmanövern zeugten. Nun wird keiner mehr auf die Idee kommen, neben dem neuen Asphalt zu fahren. Es sei denn, er steht auf Gerüttel.

Den Gefallen hat die Straßenmeisterei Stadthagen den Fahrradfahrern getan. Auch bei Algesdorf wurden in ihrem Auftrag Radwegschäden beseitigt. Vor circa sechs Jahren waren bereits die Platten des Betonwegs zwischen Apelern und Rodenberg erneuert worden, die ähnlich heftige Verformungen aufwiesen wie jene unterhalb des Felsenkeller-Baugebiets.

Eine Baustelle geht, andere bleiben: Hier ist der Radweg ebenfalls schlecht

Damit ist der Radweg neben der K58 aber noch längst nicht in Top-Zustand. Ein Beispiel: Kurz vor der Autobahnbrücke drücken an mehreren Stellen Baumwurzeln den Asphalt heftig nach oben.

Und weiter entlang der B442 weist der Radweg an der Abzweigung zur Domäne Deformierungen auf, die der jetzt getilgten Buckelpiste durchaus ebenbürtig sind. von Guido Scholl