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Lauenau Wald bei Feggendorf: Neue Bäume in die Sturmschneise
Schaumburg Rodenberg Lauenau Wald bei Feggendorf: Neue Bäume in die Sturmschneise
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14:55 22.03.2019
ochen Matthaei, Ralph Weidner, Michèle Liebing von der Kita und Norbert Engelhardt (von rechts) mit einigen Kindern.
ochen Matthaei, Ralph Weidner, Michèle Liebing von der Kita und Norbert Engelhardt (von rechts) mit einigen Kindern. Quelle: nah
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Feggendorf

Was Sturm Friederike und Miniermotte vernichtet haben, ist mit vereinter Muskelkraft ersetzt worden. Am Internationalen Tag des Waldes pflanzten Vertreter von Forstverwaltung und Landessportbund sowie Feggendorfer Waldkinder Wildkirschen und rotblühende Rosskastanien.

Anfang 2018 hatte ein Orkan mit brachialer Gewalt eine Schneise in den Wald bei Feggendorf geschlagen. Zahlreiche Fichten wurden entwurzelt und zugleich eine alte Kastanienallee entlang des Schulzewegs in Mitleidenschaft gezogen. Die mächtigen Bäume waren ohnehin durch einen Schädling geschwächt. Revierförster Ralph Weidner entschied sich für widerstandsfähigen Ersatz. 1100 Wildkirchen hatten Forstwirte bereits in den vergangenen Monaten neu ausgebracht. Nun sollten die erwachsenen Gäste und die Kinder die letzten Lücken füllen.

Auswahl Widerstandsfähig gegen Schädlinge

Jochen Matthaei, Betriebsdezernent im Forstamt Saupark begrüßte die Auswahl: „Wir setzen auf Mischwälder und pflanzen Baumarten, die mit den Bedingungen des Klimawandels zurechtkommen werden“, erklärte er. Weidner hofft vor allem darauf, dass die rotblühenden Kastanien widerstandsfähiger gegen den Schädling sind, die deren Blätter sehr schnell im Sommer verwelken lassen.

Mit dem Spaten ebenfalls dabei war der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Landessportbunds Niedersachsen, Norbert Engelhardt, dessen Organisation schon seit sechs Jahren mit der Forstverwaltung kooperiert, um zwischen den Wünschen des Sports und den Funktionen des Waldes zu vermitteln. „Wald bewegt“ gilt als Slogan für Holzwirtschaft, Erholungsraum und Artenschutz gleichermaßen.

Auch Waldkinder mit eingebunden

Mit eingebunden in die Aktion war natürlich die kleine Belegschaft des Waldkindergartens, weil diese in besonderer Weise sich die direkte Umgebung zu Eigen macht: „Waldkinder bewegen sich doch mehr als andere im gleichen Alter“, glaubt Engelhardt. nah