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Lauenau Warme Worte für die Waldkinder
Schaumburg Rodenberg Lauenau Warme Worte für die Waldkinder
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12:28 11.03.2018
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Feggendorf

WGSR-Ratsfrau Nicole Wehner hielt es für fragwürdig, dass sich der Waldkindergarten regelmäßig selbst bei politischen Sitzungen um Geld bemühen muss. Dafür erhielt die Feggendorferin, die die Kita als Bereicherung der Samtgemeinde bezeichnete, einigen Zuspruch. Andere Teilnehmer sahen das aber etwas anders. Dem Kindergarten werde somit auch eine Bühne geboten, um für sich zu werben.

Ausschuss-Vorsitzender Udo Meyer (WGSR) sagte: „Wir haben Sie gern hier bei uns.“ Dem Lob für die Kita schlossen sich aber alle Redner an. Diese sei Teil der Samtgemeinde, wenn auch nicht deren eigene Einrichtung.

Bitte um Gehaltserhöhung

Einer Vertreterin des Waldkindergartens war es aber auch ernst mit der Bitte um höhere Gehälter. Dabei ging es um die Angleichung an einen kürzlich erfolgten Tarifsprung für Erzieher im Öffentlichen Dienst. Ob die Samtgemeinde diesem Ersuchen nachkommen kann, hängt von der Gesamtsituation und der Gebührenkalkulation ab. Die Verwaltung nahm den Wunsch immerhin auf und will die Sache prüfen.

Hintergrund ist der zurückgestellte Beschluss über die Erhöhung einiger Kita-Beitragssätze (wir berichteten). Der Waldkindergarten hatte die Beibehaltung der bisher gezahlten Zuwendungen beantragt, allerdings machte die Tariferhöhung eine Anhebung des Pro-Platz-Zuschusses der Kommune auf 80,40 Euro notwendig. Darüber hinaus wird monatlich ein Zuschuss in Höhe von 160 Euro pro Kind gezahlt, für Geschwisterkinder sind es 80 Euro. Für unbesetzte Plätze steigert sich der Zuschuss auf 280 Euro pro Platz, da die Elternbeiträge in Höhe von 120 Euro wegfallen.

Die Samtgemeinde plant, diese Beiträge anzuheben. Zusätzlich kompliziert wird die Situation dadurch, dass das Land den Kitabesuch beitragsfrei machen will. Wie die Kommunen für den Wegfall der Elternbeiträge entschädigt werden, ist noch offen.

Vorhersagen schwierig

Hinzu kommt Unsicherheit wegen der Flexibilisierung des Einschulungszeitpunkts, die das Land plant. Auch dies erschwert die Vorhersage, wie viele Kitaplätze frei werden, da manche Eltern sich für einen längeren Verbleib ihrs Nachwuchses im Kindergarten entscheiden könnten. Daher sprach sich der Ausschuss zwar grundsätzlich für die weitere Förderung der Wald-Kita aus, aber ein Finanzierungskonstrukt dazu steht noch nicht. gus