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Messenkamp Folgen für den Friedhof
Schaumburg Rodenberg Messenkamp Folgen für den Friedhof
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17:47 20.07.2018
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MESSENKAMP

Deshalb war auch auf Anfrage von einem Zuhörer die Verwaltung nicht bereit, den aktuellen Planungsstand per Zeichnung zu veröffentlichen. Der stellvertretende Gemeindedirektor Arno Fatzler verwies auf die vorangegangene Bürgerbeteiligung samt Einwohnerversammlung, in der das Projekt, das westlich des Friedhofs entstehen soll, wiederholt vorgestellt worden sei.

Die damaligen Aussagen entsprächen weiterhin dem Planungsstand. Allerdings müsse das Gebäude wegen der mit den Verkehrsbehörden geforderten Zufahrten gedreht werden. Die Garagentore würden nicht mehr zur Straße, sondern in Richtung Messenkamp zeigen. Auch die Anordnung der rund zwei Dutzend Parkplätze verändert sich wahrscheinlich.

„Kommen wir mit der Anzahl hin?“, fragte Udo Meyer (WGMA), weil nach einer Forderung des Landkreises die bisher befestigte Stellfläche vor dem Friedhof wegfallen und die Zuwegung völlig neu geregelt werden muss. In Zukunft soll der Haupteingang vom neuen Grundstück aus erfolgen. Fatzler sah darin keine Probleme: „Da wird sich auch die Feuerwehr bewegen“, glaubte er. Dass Trauerfeier und Brandeinsatz zeitlich zusammenfallen, dürfte nur höchst selten der Fall sein.

Bürger sollen sich zu Wort melden

Meyer regte an, in Hinsicht auf die bisher dominierende Allee entlang der Hauptachse des Friedhofs eine Begehung mit Beteiligung der Bürger anzusetzen. Die Anlage liege in der Zuständigkeit der Samtgemeinde; die hiesigen Einwohner und der regelmäßig hier tätige Bestatter sollten Gelegenheit für Vorschläge erhalten. Dem stimmte der Rat in vollem Umfang zu.

Nach Klärung der offenen Fragen wird mit der Auslegung des Bebauungsplans der Weg frei für den Bauantrag und die Ausschreibung der Arbeiten. Dies dürfte noch im Herbst der Fall sein. Einen Baubeginn noch in 2018 kommentierte Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla auf Anfrage mit „einem gefühlten Nein“. Dies liege auch an der Auslastung der Firmen. Würden diesen Fristen gesetzt, erhöhe sich gleich der Preis.

 Hudalla bestätigte, dass das Vorhaben in Messenkamp gegenüber den beiden weiteren Gerätehausprojekten in Hülsede und im Norden Apelerns am weitesten fortgeschritten sei. In Hülsede, wo bei der Grundstücksfrage „ein kurzfristiger Haken geschlagen wurde“, könne nun in einem neuen Anlauf erst einmal die Aufstellung eines Bebauungsplans auf den Weg gegeben werden. Für die Dreierlösung Groß Hegesdorf, Lyhren und Soldorf sieht der Verwaltungschef diese Offerte derzeit noch nicht.