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Messenkamp Weiter Tauziehen ums Feuerwehrhaus in Messenkamp
Schaumburg Rodenberg Messenkamp Weiter Tauziehen ums Feuerwehrhaus in Messenkamp
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00:20 25.03.2019
Quelle: dpa
Messenkamp

Obwohl die Entscheidung gegen einen Stahlsandwich-Hallenbau längst gefallen war, hat sich im Feuerschutzausschuss noch einmal eine intensive Debatte um den Feuerwehrhausneubau in Messenkamp entwickelt. Geändert hat sich nichts – die Wogen schlugen trotzdem hoch.

Bereits in der Einwohnerfragerunde meldete sich Messenkamps Bürgermeister, Frank Witte (SPD), zu Wort und arbeitete in mehreren Schritten den bisherigen Werdegang der Gerätehausplanung heraus. Demnach kann die Verwaltung – anders als bei einer Halle – die Planung eines Massivbaus nicht bewerkstelligen. Vorteilhaft für den Haushalt wäre ein Massivbau, weil dieser über einen längeren Zeitraum – 90 statt 50 Jahre – abgeschrieben wird. Die jährliche Belastung wäre also niedriger. Witte sagte aber auch, dass die Feuerwehren Altenhagen II und Messenkamp von vornherein einen Hallenbau gewünscht hatten. Eine Halle würde geringere Kosten verursachen – die SPD nannte in diesem Zusammenhang 800 000 Euro, bezog sich dabei aber auf die Feuerwehr-Neubaupläne in Messenkamp, Hülsede, Apelern und Feggendorf zusammen. Verlässliche Zahlen gibt es laut Verwaltung nicht.

Kosten kontra Ästhetik

Hans-Dieter Brand (SPD) ärgerte sich darüber, dass den Politikern keine Vergleichswerte für Massivbau und Hallenbau vorlagen. Drei Jahre sei über Hallenbau gesprochen worden. „Aus dem Bauch“ heraus sei der Ästhetik wegen ein Massivbau ins Spiel gebracht worden. WGSR und Grüne hatten diesen Vorstoß unternommen. Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla wandt ein, dass die bisherigen Hallenbauten zu Zeiten errichtet wurden, als vergleichbare Massivhäuser wesentlich teurer gewesen wären.

Das Raumkonzept hat sich indes nicht verändert. Bestehen soll das Gebäude aus zwei Bereichen – einer für Einsatzmaterial und -kleidung sowie Fahrzeuge, einer für Besprechungen und Aufenthalt. Hinter der Fahrzeughalle, die Stellplätze für drei Fahrzeuge aufweist, liegen geschlechtergetrennte Räume für insgesamt 56 Spinde.

Neue Duschen und Sanitärräume

Neben diesen Räumen befinden sich Duschen. Im anderen Bereich werden Besprechungs- und Schulungsräume sowie die ebenfalls in Männlein und Weiblein unterteilten Sanitärräume untergebracht. Hinzu kommen Putzmittel- und Lagerräume für Dinge, die nicht so häufig benötigt werden.

Am Friedhof entsteht – wie berichtet – eine ganz neue Parkplatzreihe, die den jetzigen Parkbereich einschließt und sich um die Begräbnisstätte herum auf das jetzige Feld zieht. Zwischen den dortigen neuen Stellplätzen und dem Gerätehaus befindet sich die Zufahrt.

Gesamtkosten von 1,3 Millionen

Der Friedhof erhält ebenfalls einen neuen Eingangsbereich von der Seite aus, wo das Gerätehaus stehen wird. Die Feuerwehrfahrzeuge verlassen das Grundstück auf der anderen Gebäudeseite. Diese Einzelheiten legte der stellvertretende Baufachbereichsleiter, Arno Fatzler, den Ausschussmitgliedern dar. Die Gesamtkosten sollen 1,3 Millionen Euro betragen, wobei darin auch das Grundstück und die Parkplätze enthalten sind. Die Verwaltung soll nun trotz der Beschlusslage Kostenschätzungen für Halle und Massivhaus einholen. gus