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Pohle Feuerwehranbau in Pohle kommt mühsam voran
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14:36 23.11.2018
Ein Streitpunkt beim Feuerwehranbau in Pohle: Wo sollen die Umkleideräume hin? Quelle: Symbolfoto, dpa
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Pohle

Die Dauerhängepartie um den Feuerwehranbau in Pohle hat wieder einmal zu einer ausgedehnten Debatte im Feuerschutzausschuss geführt. Aber es scheint, als komme das Vorhaben nun wirklich allmählich auf die Zielgerade.

Die Vorstellungen gehen auseinander

Und zwar soll offenbar doch der Umkleidebereich mit neuen, breiteren Spinden in den Neubau verlegt werden, ein Fahrzeug soll wiederum in der alten Halle untergestellt werden können.

Hinsichtlich des Anbaus hatte zunächst die SPD im April einen Antrag an die Verwaltung gerichtet, im Oktober wandten sich Grüne, CDU, WGSR und FDP ihrerseits ans Rathaus. „Es gibt da verschiedene Vorstellungen“, konstatierte Andreas Kölle (SPD).

Die Sozialdemokraten hatten vorgeschlagen, den bislang geplanten Umzug der Spinde und Duschen in den Neubau zu den Akten zu legen. Stattdessen sollte das alte Rolltor mit einer kleinen Tür versehen werden, sodass der Umkleidebereich verbleiben kann, wo er ist: im Bestandsbau.

Wie viel Platz wird wirklich gebraucht?

Die übrigen Fraktionen wünschten sich die Schaffung einer Möglichkeit, ein Fahrzeug in der alten Halle unterstellen zu können. Auch die Pohler Feuerwehr favorisiert dies. Außerdem sollen nach dem Willen der örtlichen Brandschützer in den Neubau neue und etwas geräumigere Spinde gestellt werden.

Ein Problem ist offenbar, dass in Pohle ein Logistikfahrzeug steht, dass die Kreisfeuerwehr benötigt, das aber bald wegen einer Systemumstellung nicht mehr gebraucht wird, wie Kölle erklärte. Es könne daher für die Übergangszeit weiter beim Bauhof geparkt werden – dort steht es auch aktuell. Dies hielt Gemeindebrandmeister Jens Löffler für impraktikabel, zumal die Nachfolgelösung noch acht Jahre auf sich warten lassen dürfe. Bis dahin müsse dann weiter erst zum Bauhof geeilt werden.

Auch Thorsten Lück (CDU) war im Sinne einer baldigen Fertigstellung des Anbaus für den Kauf der Spinde und die Schaffung von Platz für das Logistikfahrzeug am Gerätehaus. Kölle blieb dabei: Schon bald werde in Pohle nur noch Platz für ein großes Fahrzeug und einen Transporter benötigt.

Grüne will Projekt zeitnah abschließen

Karsten Dohmeyer (Grüne) plädierte dafür, die verbleibenden Arbeiten am Neubau schnell abzuschließen, Spinde zu kaufen, den Vorplatz fertigzustellen und sich auch ansonsten an den Wunsch der Pohler Feuerwehr zu halten. Denn es gehe darum, das Projekt vom Tisch zu bekommen und sich den nächsten Neubauten zu widmen.

Ursprünglich war geplant gewesen – und zwar seit 2012, dass eine neue Fahrzeughalle auch für das Logistikfahrzeug errichtet wird und dass im Altbau Umkleide- und Sanitärbereiche neu installiert werden. Nun ist noch zu klären, ob die Unfallkasse dem von der Feuerwehr gewünschten Spindplan zustimmt. In jenem Fall soll nach dem Wunsch der Einsatzkräfte verfahren werden.

von Guido Scholl