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Pohle So tierlieb ist der Pohler Kindergarten
Schaumburg Rodenberg Pohle So tierlieb ist der Pohler Kindergarten
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16:52 25.06.2019
Die Pölder Zwerge mit Doris Eberhardt, den Erzieherinnen Nina Wehrhahn, Sandra Leihfeit und Yvonne Swoboda-Schädel sowie Bernd Ellersiek vom Nabu und Bürgermeister Jörg Hupe.
Die Pölder Zwerge mit Doris Eberhardt, den Erzieherinnen Nina Wehrhahn, Sandra Leihfeit und Yvonne Swoboda-Schädel sowie Bernd Ellersiek vom Nabu und Bürgermeister Jörg Hupe. Quelle: nah
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POHLE

Dass gerade Schwalben im Mittelpunkt des Interesses stehen, ist Doris Eberhardt zu verdanken. Die junge Mutter hatte beim täglichen Bringen und Abholen ihres Sohnes beobachtet, wie Mehlschwalben am Gebäude ihr Nest bauen wollten.

Denen müsste doch geholfen werden, schlug sie Leiterin der Kita Pölder Zwerge, Sandra Leihfeit, vor, wo es doch immer weniger Tierhaltung und immer mehr versiegelte Flächen gebe, sodass den Vögeln das Baumaterial fehle.

Eltern packen mit an

Also legten Erzieherinnen und Eltern einen Mini-Teich an. Steine umgrenzen das Gemisch aus Lehm und Stroh, das täglich bewässert wird. Zudem spendete ein örtliches Unternehmen einen Nistkasten aus Beton. „Das sieht ja aus wie eine Alarmanlage“, konstatierte ein kleiner Steppke. Doch andere Kinder wussten das weitaus besser.

Der stellvertretende Vorsitzende des Naturschutzbunds (Nabu) Rodenberg, Bernd Ellersiek, räumte zwar ein, dass die aktuelle Nistbauphase bereits weit fortgeschritten sei. Aber Schwalben gelten als standorttreu und würden gewiss im kommenden Jahr das hiesige Angebot nutzen wollen. Er überreichte den Kindern eine Plakette und eine Urkunde, die das schwalbenfreundliche Haus bestätigen.

Kleiner Vogel, große Leistung

Zugleich verriet er ihnen, dass die kleinen Zugvögel im Frühjahr und im Herbst bis zu 10.000 Kilometer zurücklegen, um hier zu brüten und in Afrika bei warmen Temperaturen den Winter verbringen. Da staunte auch Bürgermeister Jörg Hupe. Die Kinder revanchierten sich mit einem Lied, bei dem es – natürlich – um Frau Schwalbe ging.

Von Bernd Althammer