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Pohle Wie eine 19-Jährige Kindern in Uganda helfen möchte
Schaumburg Rodenberg Pohle Wie eine 19-Jährige Kindern in Uganda helfen möchte
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16:59 19.08.2019
Überraschung beim Packen der Reisetasche: DRK-Vorsitzende Gerda Wilkening unterstützt Alina Süß mit 600 Euro. Quelle: nah
POHLE

Soeben hat die 19-Jährige am Gymnasium Bad Nenndorf ihr Abitur bestanden. Während andere Gleichaltrige sich auf Studium oder Berufsanfang vorbereiten, will sie die aufgrund von nur zwölf Schuljahren gewonnene Zeit nutzen – zugunsten junger Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.

Arbeit in Kindergarten und Vorschule

Sie fand ihr Ziel beim DRK-Landesverband Westfalen-Lippe, der über das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit geförderte Programm „weltwärts“ einen integrativen Kindergarten samt Vorschule in der ugandischen Hauptstadt Kampala unterstützt. Am 1. September beginnt der Einsatz auf dem schwarzen Kontinent.

Zurück lässt sie nicht nur ihren geliebten Hund „Charlie“, sondern auch ihre Schwimmsport-Begeisterung bei der DLRG und ihren Freund. Mutter Susanne schwankt zwischen Sorge und Freude. Freimütig gibt sie zu: „Mit 19 hätte ich das nicht gemacht.“ Deshalb bewundert sie den Mut ihrer Tochter – und ihr Engagement.

Kampf gegen Aberglaube und Vorurteile

„Als Mensch mit körperlichen und geistigen Einschränkungen hat man in Uganda gegen Aberglaube und Vorurteile zu kämpfen“, weiß Alina seit einem umfangreichen Auswahlseminar, bei dem sie ihre aus dem Saarland stammende künftige Mitbewohnerin kennenlernte. Jemand an ihrer Seite zu wissen, ist für sie beruhigend.

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Die letzten Tage vor dem Start sind ausgefüllt – unter anderem mit Arztbesuchen. Vier Impfungen musste sie bereits über sich ergehen lassen, eine weitere Behandlung gegen die in Uganda weit verbreitete Malaria folgt.

Schülerin muss monatlich 300 Euro aufbringen

Doch sie findet auch noch Zeit, ihr Vorhaben vorzustellen. 75 Prozent der Kosten trägt zwar das Bundesministerium. Von ihr wird jedoch erwartet, monatlich 300 Euro aufzubringen. So bittet sie bei Firmen, Freunden und fremden Menschen um Unterstützung. Überraschend kam jetzt die Vorsitzende des Pohler DRK-Ortsvereins, Gerda Wilkening, vorbei.

Bei einem Kaffeenachmittag sei spontan gesammelt und die Summe aus der Vereinskasse auf 600 Euro ergänzt worden. „Dann habe ich jetzt schon die Hälfte“, freute sich Alina. Wer sich an der noch fehlenden zweiten Hälfte mit kleinem oder großem Betrag beteiligen möchte, kann sich unter Telefon (0 50 43) 4 01 60 50 nach einer Kontonummer erkundigen.

Von Bernd Althammer