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21:32 04.04.2018
Das Hotel Stockholm könnte Sitz einer soziokulturellen Einrichtung werden.
Das Hotel Stockholm könnte Sitz einer soziokulturellen Einrichtung werden. Quelle: gus
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Der Vorgang war insofern ungewöhnlich, als dass Brand den späteren Punkt Anfragen für eine Erklärung zu seinem Antrag nutzte. Laut Geschäftsordnung wäre der korrekte Weg gewesen, diese Ausführungen in die Diskussion um das Stockholm einzubetten und schlicht die Abstimmung über den Verkauf zu verschieben. Eine Frage richtete der SPD-Mann auch gar nicht an den Ausschuss, was dessen Vorsitzender, Klaus Böhm (WGR), aber durchgehen ließ.

Brand begründete seinen Vorstoß damit, dass die Beratungen im Verwaltungsausschuss nicht an die übrigen Ratsmitglieder weitergereicht worden waren. Er sah daher keine ausreichende Informationsgrundlage gegeben. Brand erwartete bei einer weiteren Debatte in einem wiederum recht kleinen Kreis das Einsetzen eines Dominoeffekts.

Dann könnte es so weit kommen, dass sich der Verkaufsprozess verselbstständigt und quasi zur beschlossenen Sache wird, ehe überhaupt Inhalte des Konzepts des Investors öffentlich diskutiert wurden. Brand pochte auf eine Ratssitzung, vor der die entsprechenden Unterlagen allen Ratsmitgliedern zugestellt werden. Erst dann wäre eine ausführliche Debatte möglich.

Soziokulturellen Treffpunkt installieren

Stadtdirektor Georg Hudalla erinnerte daran, dass die Sitzungen des Verwaltungsausschusses für alle Ratspolitiker öffentlich sind. Ferner folge auch noch eine solche Diskussionsmöglichkeit im Bauausschuss. Daher habe er es für richtig gehalten, den Finanz- und Liegenschaftsausschuss dazwischen zu schalten. „Wir drehen gern eine Ehrenrunde. Zeit scheint hier ja keine Rolle zu spielen“, schob Hudalla in lakonischem Ton nach. Im Stockholm möchte ein Investor eine soziokulturellen Treffpunkt installieren.

Matthias Schellhaus (Grüne) erkundigte sich in dem Zusammenhang über den Stand der Dinge bei der Wiedervermietung des früheren Imbisses „Quatsch mit Soße“ direkt gegenüber dem Stockholm. Demnach ist der erste Interessent abgesprungen. „Aber wir sind in das Thema wieder eingestiegen“, betonte Hudalla. Soll heißen: Es gibt neue Interessierte. gus