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Rodenberg Brand kritisiert Stockholm-Debatte
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Brand kritisiert Stockholm-Debatte
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11:05 29.07.2018
Ins ehemalige Hotel Stockholm wird bald wieder Leben einkehren.
Ins ehemalige Hotel Stockholm wird bald wieder Leben einkehren. Quelle: Archiv
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Rodenberg

SPD-Sprecher Hans-Dieter Brand hat der Darstellung in Teilen widersprochen, dass die Politik sich bezüglich des Stockholms gegen das Rote Kreuz und für den Hamburger Investor entschieden hat. Dies verbindet Brand mit einer Kritik am Vorgehen der Rodenberger Verwaltung.

Keine Diskussion im Bauausschuss

De facto habe es zwar einen Beschluss des Verwaltungsausschusses (VA) gegeben, der als Nein zum DRK-Kreisverband und als Ja zum Konzept des Büros Klindtworth&Klindtworth gedeutet werden kann. „Bei Licht gesehen hat die Politik sich klar für den Hamburger Investor ausgesprochen“, räumt Brand ein, und damit sei auch eine Ablehnung des zweiten Interessenten Roten Kreuz beschlossen worden.

Aber es sei – anders als ursprünglich vorgesehen – keine Diskussion im Bauausschuss zustande gekommen. Lediglich im nicht öffentlich tagenden VA und im nicht öffentlichen Teil einer Ratssitzung sei über Pro und Kontra beider Bewerbungen diskutiert worden. „Da diese Frage verknüpft war mit dem Grundstücksverkauf, stand sie im nicht öffentlichen Teil und wurde so zur Beschlussfassung vorgelegt“, erklärt Brand.

Eine Diskussion über die Gestaltung und Größe des von Klindtworth&Klindtworth geplanten Gebäudes hat es nicht gegeben. „Ein Interesse der Bevölkerung wurde nicht gesehen, vielleicht deshalb auch keine alternative Diskussion ermöglicht“, vermutet Brand. Dieser hatte mit Verweis auf mangelnde Informationen den Tagesordnungspunkt Verkauf des Stockholm-Grundstücks im April auch von der Tagesordnung des Finanzausschusses nehmen lassen.

DRK hat gefälligere Architektur präsentiert

Unterm Strich könne zwar gesagt werden, die Politik habe beschlossen, den Hamburgern den Vorzug zu geben. Die Verwaltung habe daher recht mit ihrem Hinweis gegenüber dieser Zeitung. Konkret wird der SPD-Sprecher zwar nicht, aber es ist deutlich, dass ihm das Vorgehen des Rathauses nicht passt. „Wie und warum bestimmte Informationen mehr oder weniger umfangreich dabei eine entscheidende Rolle gespielt haben, will ich nicht weiter beleuchten“, schreibt Brand weiter. Auch die Grundsatzfrage einer fairen Betrachtung beider Konzepte wolle er „nicht näher kommentieren“.

Die Außenmaße des Gebäudes des Hamburger Investors werden in Teilen der Bevölkerung kritisch gesehen, streicht Brand heraus. Das Rote Kreuz habe eine gefälligere Architektur präsentiert.

„Allerdings keinen Saal für 199 Personen. Den wollten aber einige Politiker und einige von der Verwaltung“, so Brand weiter. Die Stadt muss eine monatliche Kostenbeteiligung zahlen, damit die Vereine den Saal nutzen können. „Das wiederum ist ja nur Steuergeld und kein eigenes“, schreibt Brand.

Von Guido Scholl