Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Rodenberg DRK-Rettungswache Rodenberg erhält 50 plüschige Tröster
Schaumburg Rodenberg Rodenberg DRK-Rettungswache Rodenberg erhält 50 plüschige Tröster
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:49 14.06.2019
Der Beirat und Mitarbeiter der DRK-Wache mit den Notfall-Kuscheltiere. Quelle: gus
Rodenberg

Bernd Gerberding, Leiter des DRK-Rettungsdienstes im Landkreis Schaumburg, bezeichnete die Spende als eine „tolle Anerkennung“. Die Kinder haben im Ernstfall etwas, um sich zu beruhigen, sagte Gerberding, der selbst einst als Rettungsassistent unterwegs war.

Beirat besorgt 50 plüschige Tröster

Willi Gerland, Vorsitzender des Seniorenbeirats, bedankte sich bei der Übergabe für die kompetente und informative Führung, die das Gremium vor einiger Zeit durch Notfallsanitäterin Leandra Wettschereck in Rodenberg erhalten hatte. Dabei waren auch die plüschigen Tröster angesprochen worden. Um die aufreibende Arbeit etwas zu erleichtern, besorgte der Beirat umgehend 50 Teddybären. „Wir sind nicht nur für Senioren zuständig, sondern haben auch ein großes Herz für Kinder“, betonte Gerland.

Gerberding nutzte die Gelegenheit, ein wenig über den Arbeitsalltag seiner Mitarbeiter zu referieren. Zwei Rettungswagen samt Besatzung sind in Rodenberg rund um die Uhr stationiert, drei sind es sogar tagsüber. Hinzu kommt ein Krankentransportwagen. Die Aufgabe der rettungsdienstlichen Versorgung der Bürger ist beim Landkreis angesiedelt, wie Gerberding erklärte.

Nach 15 Minuten muss der Rettungsdienst am Einsatzort sein - mit wenigen Ausnahmen

Die Vorgabe lautet: In 95 Prozent der Notfälle muss der Rettungsdienst 15 Minuten nach Alarmierung am Einsatzort eintreffen, sofern dieser an einer öffentlichen Straße liegt. Den Wald betrifft dies also nicht. Verfügbare Notärzte sind in Stadthagen, Rinteln und Bad Münder stationiert.

Bei der Ausstattung setzt das Rote Kreuz auf modernste Technik. So können EKG-Daten digital aus dem Rettungswagen an das Klinikum Vehlen gesandt werden. Bei einem schweren Herzinfarkt kann dann dort bereits die Vorbereitung für das Legen eines Katheters vorbereitet werden, was im Ernstfall lebensrettend sein kann.

Nachwuchssorgen sind kein Problem

Nachwuchssorgen kennt der DRK-Rettungsdienst laut seinem Leiter nicht. Für die sechs Ausbildungsplätze für angehende Notfallsanitäter trudeln bis zu 350 Bewerbungen ein. Der Beruf sei ordentlich bezahlt, diene vielen Absolventen zur Vorbereitung von Studien im Medizinbereich. Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Mehr zum Thema

Unsere Reporterin hat den DRK-Rettungsdienst einen Tag begleitet: ihre Erlebnisse.

Im gesamten Landkreis kamen in 2018 gut 36 000 Einsätze zusammen. Die Fahrzeuge legten dabei 1,1 Millionen Kilometer zurück. Die Arbeit ist hart, betonte Gerberding. Physisch wie psychisch. Die mentale Belastung stecke niemand so einfach weg – besonders, wenn Kinder verletzt sind. Womit der Rettungsdienstleiter den Kreis schloss und wieder zum Anlass des Termins kam. Von Guido Scholl