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Rodenberg Der Schlossteich verliert zu viel Wasser
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Der Schlossteich verliert zu viel Wasser
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18:55 18.07.2018
An dieser Stelle am Nordostufer des Schlossteiches sucht sich das Wasser seinen eigenen Weg.
An dieser Stelle am Nordostufer des Schlossteiches sucht sich das Wasser seinen eigenen Weg. Quelle: lht
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Rodenberg

Dass der Schlossteich an manchen Tagen über eine Pumpe mit frischem Wasser aus der Rodenberger Aue versorgt wird und nach starken Regenfällen über einen Mönch, ein sogenanntes Ablaufbauwerk, Wasser abgibt, ist für ein Gewässer ohne natürlichen Zulauf soweit normal.

Allerdings verliert der Teich im Moment mehr Wasser als vorgesehen – und das unkontrolliert.

Hinweis aus dem Fischereiverein

Martin Schmeiche, der als Gewässerwart beim Fischereiverein Rodenberg fungiert und deshalb regelmäßig rund um den Schlossteich unterwegs ist, hat das Leck kürzlich ausfindig gemacht und daraufhin die Verwaltung alarmiert. „Rechts und links vom Mönch ist die Erde auf wundersame Art und Weise abgesackt“, erklärt er.

Nun laufe an dieser Stelle mehr Wasser als üblich aus dem Teich. Eine Erklärung, wie es zur Erdsenkung gekommen ist, hat Schmeiche nicht, wohl aber Vermutungen.

Warum entweicht das Wasser?

Schuld könnten entweder Bisamratten sein, die im Uferbereich des Gewässers ihre Tunnel graben. Oder die Bewegungen im Erdreich sind eine Folge der Ausgrabungsarbeiten an den Dämmen, die dort in den vergangenen Jahren stattgefunden haben, um alte Burgruinen freizulegen.

Wichtiger als die Ursache ist dem langjährigen Vorsitzenden des Fischereivereins ohnehin, dass sich die Verwaltung so schnell wie möglich um das Thema kümmert.

Sonst nämlich würde sich die Situation weiter verschärfen. „Es muss was getan werden“, sagt Schmeiche.

Wo einmal Wasser in einen unterirdischen Hohlraum entwichen ist, könnte schließlich weiteres folgen. Ein fortlaufendes Absacken des Uferbereiches rund um den Mönch sei also wahrscheinlich, sagt er und scherzt: „Wenn der Teich irgendwann ganz trocken ist, mögen die Fische das auch nicht.“

So reagiert das Bauamt auf den Hinweis

So weit werde es zwar nicht kommen, sagt Rodenbergs Bauamtsleiter Markus Jacobs.

Dringenden Handlungsbedarf sieht er nach einer Besichtigung des Uferabschnittes trotzdem. „Das ist gar nicht mal so wenig Wasser, was da ausläuft“, so Jacobs.

Aus der Aue komme zwar neues Wasser nach, womit der Pegel nie ganz absinke. Ständig laufen solle die Pumpe aber auch nicht. Schließlich sei auch das mit Kosten verbunden.

Deshalb will die Stadt das Problem nun möglichst kurzfristig aus der Welt schaffen und eine Tiefbaufirma mit der Verfüllung beauftragen. Dann könnten die Probleme mit dem Pegel ein Ende haben.

von Lennart Hecht