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Rodenberg Flucht vor Müll und Schimmel
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Flucht vor Müll und Schimmel
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13:48 22.02.2018
Der Schimmel hat die Wohnungen an vielen Stellen befallen.
Der Schimmel hat die Wohnungen an vielen Stellen befallen. Quelle: gus
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Umso bemerkenswerter: Die Miete bezahlte monatelang trotz vorhandener Mängel das Jobcenter. Die betroffenen Kunden des Jobcenters wandten sich jetzt an diese Zeitung, um die Missstände öffentlich zu machen. Dazu gehört auch, dass in einer der Wohnungen kein heißes, sondern nur lauwarmes Wasser floss.

Und zum Duschen genügte der Vorlauf für Heißwasser ebenfalls kaum. Aus Sicht eines Mieters wurden auch elektrische Leitungen unsachgemäß verlegt. Für derlei Arbeiten setze der Vermieter einen Hausmeister ein. Dieser sollte Defekte beheben und ein Fenster austauschen, was jedoch monatelang nicht geschah. Auch der Müll sollte verschwinden – mehrfach wurde der Vermieter aufgefordert, diese Dinge erledigen zu lassen, es passierte aber nichts.

Mieterhöhung bringt Fass zum Überlaufen

Das Schimmelphänomen soll der Hausbesitzer stets mit verkehrtem Lüften begründet seitens der Bewohner haben. Zum neuen Jahr ließ der Mann auch noch die Miete erhöhen und begründete dies mit Renovierungsarbeiten. Diese waren aber in einer Wohnung vorgenommen, die derzeit gar nicht bewohnt wird.

Dies alles brachte für zwei Mietparteien das Fass zum Überlaufen. Sie fragten beim Jobcenter Schaumburg an, ob sie sich andere Bleiben suchen können, und erhielten grünes Licht. Ohnehin vermuten sie, der Eigentümer habe für die Wohnungen überzogene Quadratmeterangaben gemacht.

Beim Jobcenter waren die Klagen über Schimmel, Müll und andere Missstände erst seit Kurzem bekannt, wie Leiter Bernd Dittmer auf Anfrage erklärte. Wegen dieser Mängel sei den Kunden ohne Weiteres zugestanden worden, sich andere Wohnungen zu suchen. Mietkürzungen hätten die Betroffenen selbst vornehmen müssen.

Boutiquen in Polen

„Wir können nicht in allen Wohnungen, in denen Leistungsbezieher wohnen, die Zustände überprüfen. Da sind wir auf Informationen angewiesen“, so Dittmer. Dasselbe gelte für die Anzahl der Quadratmeter – es könne nicht überall nachgemessen werden. Der Vermieter selbst war nicht zu kontaktieren – trotz mehrfacher Versuche. Nach Angaben der Beschwerdeführer lebt der Mann derzeit in Polen.

Unter Angabe seiner Firmendaten, die der SN-Redaktion vorliegen, tauchen im Internet ein deutsches Vertriebsunternehmen ebenso wie eine polnische Boutiquen-Kette auf.