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Rodenberg Grundsatzbeschluss für Sportplatzbau
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Grundsatzbeschluss für Sportplatzbau
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14:22 22.02.2017
Neben dem großen Flutlichtplatz soll der zweite Sportplatz des TSV Algesdorf entstehen. Quelle: gus
ALGESDORF

Die aktuelle Situation schilderte der Verein in einem mehrseitigen Antrag: Sechs Jugendmannschaften nehmen am Spielbetrieb in Fußball teil und müssen an den Werktagen trainieren. Hinzu kommen drei Erwachsenen-Mannschaften. Für den Trainingsbetrieb aller Gruppen reichen der vorhandene große Sportplatz mit Flutlicht und der Trainingsplatz ohne Beleuchtung nicht mehr aus. Oftmals müssen mehrere Teams gleichzeitig trainieren.

Damit nicht genug: Fallen Punktspiele am Wochenende aus, werden sie an Werktagen neu angesetzt, sodass dann weitere Zeiten fürs Üben wegfallen. In der dunklen Jahreszeit ist darüber hinaus der unbeleuchtete Trainingsplatz nicht für abendliche Einheiten verfügbar – doch die Fußballer trainieren eben immer abends.

Rodenberger Platz sei ein Acker

Erhard Steege, CDU-Sprecher aus Algesdorf, sprach von einem vorbildlichen Antrag. Dass aus der Politik der Vorschlag gekommen sei, die Kicker sollen nach Rodenberg zum Training fahren, habe er, Steege, nicht anders erwartet. Der TSV spiele seit Jahren eine konstant gute Rolle im Schaumburger Fußball und verdiene somit einen zweiten wettkampfgerechten Sportplatz. Der Rodenberger Platz sei ein Acker.

Die Entscheidung hängt indes nicht nur vom Votum der Stadtgremien ab, wusste Steege. „Wir befinden uns da oben im Landschaftsschutzgebiet“, sagte er. Angelegt werden soll der neue Sportplatz direkt neben dem ersten. Der Landkreis müsse die Herausnahme der Fläche aus dem Schutzbereich in die Wege leiten. Dennoch bat er den Ausschuss, das Ansinnen zu befürworten.

Stadt muss den Grund und Boden bereitstellen

Gerd Grädener (WGR) trat auf die Bremse: Erst einmal soll geklärt werden, ob das Areal vom Landschaftsschutz befreit werden kann. Auch die Kosten müssten eruiert werden. Die Stadt habe eine jährliche freie Spitze von 500000 Euro für Investitionen, und der Platz könnte exakt so viel Geld kosten. Steege widersprach: Es bedarf erst einer Entwurfsplanung, ehe die Geldfrage zu beantworten ist. „So ganz können wir die Kosten nicht beiseite schieben“, gab Ausschussvorsitzende Catrin Döpke (SPD) zu bedenken.

Martin Schellhaus, stellvertretender Kämmerer, gab Steege jedoch Recht: Die Stadt muss den Grund und Boden bereitstellen, die Samtgemeinde und der Kreis müssten dann über die Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet verhandeln. Anschließend können die Kosten ermittelt werden. Somit wäre in der Tat jetzt ein Grundsatzbeschluss zu fassen, wonach die Stadt in dem Bereich einen Fußballplatz anlegen möchte. Auf der Basis könne die Samtgemeinde die Machbarkeit prüfen.

584 Mitglieder zählt der TSV Algesdorf zurzeit, allein 207 in der Jugendabteilung. Etwa zwei Dutzend davon waren zur Sitzung des Ausschusses gekommen, um die Debatte zu verfolgen. In der Einwohnerfragerunde kritisierte ein Bürger die mögliche Herauslösung des Ackers aus dem Schutzgebietes. gus