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Rodenberg Im Fasanenkamp: Zwölf Häuser am Montag stundenlang ohne Strom
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Im Fasanenkamp: Zwölf Häuser am Montag stundenlang ohne Strom
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00:23 27.06.2019
Ein Schaden in der Leitung sorgt für einen Stromausfall in zwölf Häuserin Im Fasanenkamp. Quelle: göt
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Rodenberg

Eine der Betroffenen, meldete den Fehler, den sie gegen 7.30 Uhr bemerkt hatte, beim Netzbetreiber Westfalen Weser. „Innerhalb von zehn Minuten war ein Techniker vor Ort“, lobte sie die prompte Reaktion. Die Frau, die namentlich nicht genannt werden möchte, griff den Technikern kurzerhand unter die Arme und funkte ihre Nachbarn an.

Hausanschlüsse müssen für den Test stillgelegt werden

Denn um zu überprüfen, an welcher Stelle die Leitung beschädigt ist, mussten zunächst die Hausanschlüsse abgeklemmt werden. Bei der Messung wird so viel Strom durch die Leitungen gejagt, dass noch am Netz hängende Geräte davon Schaden nehmen könnten. Zusammen mit einem Techniker versuchte die Frau, ihre Nachbarn zu erreichen.

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Zugang zum Anschluss versperrt: Techniker muss Wand aufstemmen

Als besonders problematisch stellte sich die Situation ihr zufolge bei einem Anlieger heraus, denn der Hausanschluss war einst zugemauert worden. Der Bewohner selbst war im Urlaub, Angehörige konnten aber telefonisch kontaktiert werden. Um an den Anschluss heranzukommen, musste schließlich die Wand aufgestemmt werden.

Alternativ hätten die Techniker einen Zugang zur Leitung über den Vorgarten suchen müssen, um sie zu kappen. Die Kosten für das Aufstemmen beziehungsweise die Reparatur der Wand muss der Eigentümer nun wohl selbst tragen, weil die Hausanschlüsse nicht versperrt werden dürfen.

Techniker appellieren: Unter Nachbarn Kontaktmöglichkeiten austauschen

Die Techniker nutzten die Gelegenheit, um einen grundsätzlichen Appell loszuwerden: Nachbarn sollten unter einander Kontaktmöglichkeiten austauschen – Handy- oder Bürotelefonnummer zum Beispiel – oder gegebenenfalls sogar einen Ersatzschlüssel beieinander deponieren. Der Hausanschluss sollte zudem zugänglich sein. Denn je länger es dauert, alle Hausanschlüsse abzuklemmen, umso länger müssen auch alle Parteien ohne Strom ausharren.

Mit dem Bodenschallmikrofon wird der Schaden lokalisiert.

Am Mittag machten sich die Techniker auf die Fehlersuche. Der Messwagen gab über den Verteilerkasten 3000-Volt-Impulse in das Netz. Mittels Bodenschallmikrofon konnte der Fehler geortet werden. Denn beschädigte Stellen geben einen durch das Gerät hörbaren Knall von sich.

Es stellte sich heraus, dass ein Kabelfehler an einer Hauseinführung aufgetreten war, wie Edgar Schroeren, Sprecher von Westfalen Weser Netz, erklärte. Die Fehlerbehebung sei aber „vergleichsweise einfach“. Gegen 18.30 Uhr konnten die Betroffenen wieder Strom beziehen. göt