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Rodenberg Julius-Rodenberg-Medaille: Doch keine Klage wegen Namensrechten
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Julius-Rodenberg-Medaille: Doch keine Klage wegen Namensrechten
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15:54 27.02.2020
Wie die Medaille aussehen wird, die den Namen Julius Rodenbergs tragen wird, ist noch geheim.  Quelle: pr.
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Rodenberg

Langsam aber sicher nimmt das Projekt Julius-Rodenberg-Medaille Formen an. Und auch der Konflikt bezüglich der Namensrechte scheint sich in Luft aufzulösen. Eine Klage gegen die Verwendung der Bezeichnung Julius Rodenberg ist zumindest nicht zu befürchten. Das versicherte Norbert Jahn, Chef der Stiftung gleichen Namens.

Am Sonnabend, 21. März, ist der nächste große Schritt hin zu der Preisverleihung geplant. Dann wird im Ständehaus des ehemaligen Schlosses die Medaille im Kreise geladener Gäste vorgestellt. Das Design stammt von Aylin Trautter, die damit auch das ausgelobte Preisgeld von 500 Euro gewonnen hat. Trautter strebt in diesem Jahr den Abschluss ihres Studiums an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd an. Während dieses Studiums hatte sie bereits als Produktdesignerin im Raum Frankfurt gearbeitet.

Zeichen stehen auf Versöhnung

Wie die Medaille ausschaut, bleibt bis zu der Präsentation geheim. Derweil glätten sich offenbar die Wogen im Umfeld der Preisverleihung. Nachdem sich Jahn die Rechte am Namen Julius Rodenberg gesichert hatte, schien zunächst alles auf einen Konflikt zwischen Stadt und Museumslandschaft Rodenberg auf der einen Seite sowie Jahns Stiftung auf der anderen Seite hinauszulaufen. Allerdings stehen die Zeichen mittlerweile deutlich auf Versöhnung. 

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So reisten unter anderem Bürgermeister Ralf Sassmann und Rudolf Zerries als Vertreter von Stadt und Museumslandschaft mit Jahn nach Hannover, wo die Gewinner des Schülerzeitungs-Wettbewerbs Unzensiert mit Preisgeld der Rodenberger Stiftung bedacht wurden. Zerries stellte dort die Biografie des Verlegers und Schriftstellers Julius Rodenberg vor.

Niemand soll betteln

Jahn war dankbar für Zerries‘ Ensatz, da dieser sich zuletzt besonders um Werk und Vermächtnis des berühmtesten Sohns der Deisterstadt bemüht hatte. „In der Sache sind wir uns eigentlich auch alle einig“, sagte der Stiftungs-Leiter im Gespräch mit dieser Zeitung. Es gehe darum, den als Julius Levy geboren Gelehrten zu einer Art Aushängeschild für Rodenberg zu machen. 

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Allerdings ist Jahn noch immer etwas verschnupft ob des Vorgehens einiger Akteure. Er hätte es gern gesehen, wenn bei ihm als Inhaber der Namensrechte zumindest nachgefragt worden wäre, ob es gestattet ist, die Julius-Rodenberg-Medaille auf den Weg zu bringen. Der Schützenverein habe wegen der Vorbereitung eines eigenen Projekts bei ihm angeklopft und grünes Licht bekommen. „Es soll doch niemand betteln“, betont Jahn, der sich die Rechte an dem Namen allerdings erst gesichert hatte, als die Medaille längst im öffentlichen Diskurs angelangt war.

Künftige Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen

Klagen werde er jedoch nicht gegen die geplante Preisverleihung. „Ich will ja auch kein Geld verdienen mit Julius Rodenberg“, betont Jahn. Dieser hält sogar eine künftige Zusammenarbeit mit den Initiatoren der Medaille nicht für ausgeschlossen. Über eine Einladung zu der Design-Präsentation würde sich Jahn freuen. Eine solche Geste befürwortet auch Sassmann, dem es vor allem um die Sache geht. „Wir wollen letztlich alle Julius Rodenberg nach vorn bringen“, so Sassmann

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Ursprünglich war geplant gewesen, dass die Julius-Rodenberg-Stiftung die 3000 Euro Preisgeld für die Medaille bereit stellt. Nachdem sich die Organisatoren und Jahn entzweit hatten, sponserte der Stiftungs-Leiter in 2019 und 2020 stattdessen den landesweiten Wettbewerb Unzensiert mit jeweils 3500 Euro. von Guido Scholl

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