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Rodenberg Julius-Rodenberg-Schule soll neuen Musikraum erhalten
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Julius-Rodenberg-Schule soll neuen Musikraum erhalten
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10:48 27.10.2019
Trotz der Bauarbeiten vergangener Jahre ist es weiterhin eng in der Grundschule. Quelle: gus
RODENBERG

Dass die Grundschule gegenüber der Förderschule in dem Gebäudekomplex zuletzt immer weiter zurückstecken musste, dürfte Auswirkungen auf die Abrechnung für dieses Jahr und für die Zukunft haben, wie Jörg Döpke, Fachbereichsleiter Innere Verwaltung, signalisierte. Bislang musste die Samtgemeinde Rodenberg für die Nutzung von 44,58 Prozent der Räume zahlen. So viel Platz nimmt die Grundschule aber längst nicht mehr ein.

Raumbedarf steigt wegen Inklusion

Wie genau die Samtgemeinde den Proporz ändern lassen will, blieb offen. Eine exakte Berechnung, welchen Anteil des verfügbaren Raums die Einrichtung noch nutzt, gibt es aktuell nicht. Die 44,58 Prozent wurden nach dem Einzug der Förderschule im Jahr 2009 festgelegt. Ob die Grundschule seinerzeit wirklich exakt so viel vom Gebäude zugeschlagen bekam, ist nicht bekannt. Weil die Förderschule wegen des Wegfalls vergleichbarer Einrichtungen aber immer mehr wuchs – Grund ist die Einführung der Inklusion –, stieg auch ihr Raumbedarf.

Eigentümer des Gebäudes ist der Landkreis. Daniela Kastning (WGSR) plädierte für einen Termin, bei dem sich der Landkreis öffentlich zu der Thematik äußert. Die Verwaltung soll dies in die Wege leiten.

Musikraum statt Turnhalle

Schulleiterin Sarah Schultz-Zapke wünschte sich vom Ausschuss, dass dieser den Umbau der kleine Turnhalle zu einer Aula mit Musikraum empfiehlt. Denn der jetzt eingerichtete Musikraum unterm Dach ist nur bedingt geeignet, wie sich in der Praxis herausgestellt hat. Ferner gäbe es dann auch wieder einen Raum für größere Feiern. Diesen würde die Förderschule gern mitnutzen. Eine kleine Bühne für Vorführungen gäbe es auch. Der Ausschuss signalisierte sein Wohlwollen. Allerdings muss sich die Samtgemeinde diesbezüglich mit dem Landkreis abstimmen.

Unmut von Eltern

Eltern nutzten die Sitzung, um ihren Unmut über den sukzessiven Wegfall von Werkraum und Bücherei sowie eines wirklich geeigneten Musikraums zu äußern. Elisabeth Rautenberg-Röver (Grüne) erklärte, dass diese drei Punkte für Grundschulen vom Gesetz her nicht vorgeschrieben sind.

Immerhin: Eine neue Lehrerin wurde an der Grundschule Rodenberg eingestellt. Diese übernahm auch direkt eine erste Klasse, wie Schultz-Zapke berichtete. Von Guido Scholl