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Rodenberg Krach wegen Böllern - hitzige Diskussion in Rodenberg entfacht
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Krach wegen Böllern - hitzige Diskussion in Rodenberg entfacht
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13:17 30.07.2019
Trotz Trockenheit haben Unbekannte in Rodenberg erneut geböllert. Quelle: Patrick Pleul/dpa
Rodenberg

Die Polizei konnte die Sache allerdings nicht aufklären. Anders als bei dem ersten Vorfall, bei dem Feuerwerkskörper abgebrannt worden sein sollen, wurde diesmal immerhin die Polizei informiert, wie Sprecher Jürgen Henze auf Anfrage erklärte. Beide Male war offenbar ein runder Geburtstag der Anlass für das Zünden von Böllern.

Deren Lärm führte am Samstag gegen 23.30 Uhr zu einem Anruf bei der Polizei. Die Streifenwagenbesatzung konnte am beschriebenen Ort jedoch nichts feststellen.

Heiße Diskussion auf Facebook

„Die Ortsbeschreibung war aber auch etwas ungenau“, räumte Henze ein. Dass es den Vorfall wirklich gegeben hat, belegt ein ausufernder Streit im sozialen Netzwerk Facebook. Dort häuften sich jedoch nicht nur kritische Stimmen, die vor allem auf die anhaltende Trockenheit und Brandgefahr abzielten. Mehrere Diskutanten hielten die Beschwerden für überzogen. Am Ende verließen zwei Teilnehmer gar die Diskussionsgruppe.

Doch bereits Ende vergangener Woche hatte Ortsbrandmeister Thomas Böhm mit Blick auf die Trockenheit vor dem Abbrennen von Feuerwerk gewarnt. Funken und noch glimmende Reste der Pyrotechnik könnten momentan leicht Brände entfachen. Auch das Abflammen von Gras schätzte Böhm als gefährlich ein.

Wegen Hitze keine Genehmigung

Nach Einschätzung der Polizei war die Witterung auch der Grund, warum, das Feuerwerk in beiden Fällen nicht angemeldet worden war. Denn normalerweise seien die Hürden dafür nicht hoch. Wer es im Wortsinn bei einer Party krachen lassen will, muss Henze zufolge lediglich beim Ordnungsamt um Erlaubnis bitten. Das Amt informiert dann die Feuerwehr und die Polizei. Doch eine Genehmigung hielt Henze angesichts der aktuellen Wetterlage für eher unwahrscheinlich.

Schließlich habe der Landkreis am vergangenen Donnerstag eine Waldbrandwarnung herausgegeben. Und nicht umsonst hätten an etlichen Stellen Felder in Flammen gestanden. Wäre der Verursacher des Feuerwerks dingfest gemacht worden, hätte ihm eine Geldstrafe ins Haus gestanden. Denn das ungenehmigte Abbrennen von Feuerwerk jenseits von Silvester und Neujahr ist eine Ordnungswidrigkeit.

Möglicherweise handelte es sich am Samstag auch um eine spontane Idee: Nach Informationen dieser Zeitung hatte ein Party-Gast die Feuerwerkskörper als Geschenk mitgebracht. gus

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