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Rodenberg Mega-Stau nach Mini-Unfällen
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Mega-Stau nach Mini-Unfällen
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14:45 21.07.2018
Zwischen Rodenberg und Bad Nenndorf geht es am Vormittag und zur Mittagszeit nur im Schneckentempo voran.
Zwischen Rodenberg und Bad Nenndorf geht es am Vormittag und zur Mittagszeit nur im Schneckentempo voran. Quelle: gus
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RODENBERG/BAD NENNDORF

Die Autobahnpolizei konnte den Stau, dessen Länge zwischen 9 und 11 Uhr um zehn Kilometer betrug, nicht mit einem bestimmten Geschehnis auf der A 2 erklären. Es habe eine ganze Reihe kleinerer Vorkommnisse gegeben, die an sich aber keine Anlässe für einen derartigen Rückstau gewesen sein konnten. So ließ sich das Szenario lediglich damit erklären, dass die A2 in diesem Sommer praktisch von Lauenau bis hinter Hannover eine einzige Baustelle mit nur kurzen Unterbrechungen ist.

Ausgelöst wurde der Stau offenbar von einem kleinen Unfall zwischen Kolenfeld und Bad Nenndorf, zu dem die Polizei um 9.20 Uhr gerufen wurde. Dessen Beteiligte einigten sich aber untereinander, so ein Sprecher der Polizei, sodass die Beamten die Sache in einem vereinfachten Verfahren aufnahmen und nur die nötigsten Informationen notierten.

Motorradfahrer gestürzt

Um 10.13 Uhr ereignete sich ein weiterer geringfügiger Unfall – wohl in Folge des Staus –, zu dem die Polizei ebenfalls keine Angaben machen konnte, weil auch diesmal weder Verletzte zu beklagen waren noch die Schuldfrage zu klären war. Außerdem wurde noch ein gestürzter Motorradfahrer gemeldet, der sich aber beim Eintreffen der Polizei bereits selbst aufgerappelt und entfernt hatte.

So ging der Polizeisprecher davon aus, dass die Baustelle, der Reiseverkehr und eben jene kleineren Ereignisse in Kobination zu dem langen Stau und damit auch zu den Behinderungen auf den Strecken in Nenndorf und Rodenberg führten. Dort kam es zur Mittagszeit dann auch noch zu einer Karambolage, um die sich Beamten des Kommissariats Bad Nenndorf kümmerten. Der Schaden war jedoch ebenfalls minimal, Verletzte gab es nicht.

Manöver aus Frust

Der Sprecher der Autobahnpolizei verwies auf die verstärkten Kontrollen des Verkehrs auf der A 2 in diesem Sommer. Dies soll dabei helfen, schwere Unfälle zu vermeiden. Denn so lange sich die Autofahrer an die Tempolimits in den Baustellenbereichen hielten, seien schwere Unfälle eher unwahrscheinlich. Und wie lang die Staus in einem solchen Fall würden, ist kaum abzuschätzen.

Die offenbar frustrierten Reisenden, die von der A 2 abfuhren, versuchten so manche verzweifelte Manöver, um dem stockenden Verkehr zu entrinnen, was aber nur zu noch mehr Zeitverlust geführt haben dürfte. Ein Auto aus Frankreich mit zwei Fahrrädern auf den Dach verirrte sich in Bad Nenndorf bis in den Harrenhorst, ehe der Fahrer seinen Fehler bemerkte und umdrehte. gus