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Rodenberg Mehr Leben, mehr Parkplätze
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Mehr Leben, mehr Parkplätze
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13:44 11.03.2018
Wie der Amtsplatz zusätzlich belebt werden kann, ist einer der Kernpunkte bei der Innenstadtentwicklung. Quelle: gus
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Rodenberg

Planer Caus Mensing aus Hamburg ist die Deisterstadt keineswegs fremd, schließlich ist er der Schwiegersohn von Helmut Stille. Seine Beobachtung: So lang ist die Lange Straße gar nicht, schaut man nur auf die Ladenbelegung. Denn unterhalb des Ratskellers komme bis zum Fotostudio Lamm nicht mehr viel. Als Problem wurde der teils chaotische Verkehr an der Straße dargestellt.

 Bei einer Umfrage unter Rodenberger Unternehmern kam heraus, dass nur die knappe Mehrheit mit dem Angebot des lokalen Handels zufrieden ist. Die Kundenfrequenz habe zuletzt eher zu- als abgenommen. An Einkaufsmöglichkeiten, die Rodenberg fehlen, wurden beispielsweise ein Bio- und ein Haushaltswarenladen genannt.

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 Friseurin Anke Heidenreich deutete während des gestrigen Treffens an, sie halte nicht viel von einem Gesamtkonzept. „Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Wenn jeder vor seiner Türe kehrt, ist schon viel gewonnen“, sagte sie. Der Martini-Markt wurde als Fluch und Segen für die Kernstadt zugleich dargestellt. Dass die Kunden wegen des Aufbaus nicht einkaufen können, erzeuge bei ihnen Unmut. Doch andererseits werden die Läden auch von Menschen gesehen, die sonst nicht in die Innenstadt kämen.

Internet als Ergänzung zu lokalem Handel

Mehr Belebung könne der Amtsplatz gebrauchen. Doch wie ist das zu erreichen? Eine Möglichkeit wären Mensing zufolge Spielgeräte, wie sie auch viele Fast-Food-Restaurants anbieten. Einig waren sich die Geschäftsleute hierin: Die Innenstadt benötigt mehr Parkplätze. Auch zusätzliche Außengastronomie ist gewünscht.

 Buchhändler Lars Pasucha sorgte sich darum, dass zwei parallele Planungen aneinander vorbeigehen könnten. Schließlich wolle auch die Volksbank am Amtsplatz ein Gebäude mit Ladenlokalen errichten. „Das sollte verzahnt werden“, sagte Pasucha. Stefan Markwirth, Regionaldirektor der Volksbank, erklärte, dass momentan noch keine konkreten Planungen präsentierbar sind.

 Günter Ebertz, Vorsitzender des Gewerbevereins, forderte, den Poggenwinkel mit Geschäften zu beleben und anderswo Parkplätze auszuweisen. Die Idee fand Mensing gut. Dort könnte möglicherweise auch der Volksbank-Neubau entstehen.

 Den Geschäftsleuten riet Mensing, sich dem Online-Handel nicht zu verschließen. Das Netz sei nicht Konkurrent der Ladengeschäfte, sondern deren Ergänzung. Die meisten Google-Suchen seien lokal, sprich: Jemand möchte etwas in seinem direkten Umfeld finden. gus