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Rodenberg Neugestaltung Grover Straße/Bassenbrink
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Neugestaltung Grover Straße/Bassenbrink
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19:25 29.05.2017
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Rodenberg

Norman Levin, Ingenieur im Bauamt, stützt sich bei seinen Arbeiten auf die Vorplanung des Verkehrsexperten Lothar Zacharias aus Hannover. Dieser hatte bereits eines der jetzigen Zauberwörter eingeführt: Aufmerksamkeitsfelder. Dabei handelt es sich um rautenförmige Flächen, die etwas höher sind als die umliegende Fahrbahn. Sie sollen die Aufmerksamkeit der Autofahrer auf sich ziehen, und zwar mit dem Ziel, dass das Tempo gedrosselt wird.

 Solche Aufmerksamkeitsfelder finden sich in den aktuellen Plänen zu den Kreuzungen Bassenbrink/Bahnhofstraße, Bassenbrink/Falkenweg, Bassenbrink/Deisterstraße, Bassenbrink/Grover Straße, Grover Straße/Deisterstraße und Grover Straße/Lange Straße wieder. In Zacharias‘ Vorarbeit waren sie auch an den Einmündungen der Masch und der Kreuzung Grover Straße/ Maschwiese/Feldstraße vorgesehen, die derzeit aber noch keine Rolle im Diskurs spielen.

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 Die Fahrbahnen werden allerdings nicht, wie im Bereich Kita und Kirche, mit Verbundsteinen gepflastert. Lediglich rot gefärbt würde der Asphalt. Diese farbliche Abgrenzung in Einheit mit den Aufmerksamkeitsfeldern soll den Gefahrenbereich kenntlich machen. Oder, um es weniger dramatisch zu formulieren, den Bereich, in dem die Autofahrer auf die geltenden Vorfahrtsregelungen achten müssen. In den meisten Fällen gilt Rechts-vor-Links, nur an der Langen Straße haben die darauf fahrenden Autos grundsätzlich Vorrang.

Weniger Durchfahrtverkehr

Nach Ansicht der Verwaltung und großen Teilen der Politik würde das Gesamtkonzept dazu führen, dass Grover Straße und Bassenbrink weniger Durchfahrtverkehr ertragen müssen. Denn eigentlich handelt es sich nicht um Verbindungswege. Wer vom Bereich Masch/Grover Grenze in Richtung Lauenau gelangen möchte – oder anders herum –, soll die Umgehungsstraße nutzen. Wen es in Richtung Apelern zieht, der wäre auf der Allee richtig aufgehoben.

 In diesem Punkt waren die Teilnehmer der öffentlichen Beratungen nicht ganz einer Meinung. Manche Einwohner sehen in der zunehmenden Verkehrsberuhigung eher ein Hemmnis für den innerörtlichen Verkehr. Schließlich würde es auch immer unbequemer, beispielsweise die Geschäfte am Amtsplatz aufzusuchen. Doch Stadtdirektor Georg Hudalla ließ keinen Zweifel daran, dass dies genau so gewollt ist. Wer partout die Grover Straße benutzen möchte, müsse in Kauf nehmen, dass er dort langsamer unterwegs ist.

 Ein Problem ist der Busverkehr auf der Strecke. Zwar führen keine Buslinien durch die Grover Straße, allerdings nutzen manche Fahrer den Weg bei Leerfahrten. Sie können kaum dazu gezwungen werden, dies zu unterlassen, doch dürften sie auch kaum große Lust verspüren, den etwa 250 Meter langen verkehrsberuhigten Bereich zu durchzuckeln. Befürchtungen, die Busse weichen dann auf den Bassenbrink aus, begegnet die Verwaltung mit den auch dort geplanten Beruhigungsmaßnahmen.

 All dies muss erst noch beschlossen werden. Zunächst werden die Kosten für den ersten Schritt bei Kita und Kirche ermittelt. In welchem Zeitfenster das Ganze erledigt wird, ist derzeit nicht absehbar. gus

 

Frühe Hinweise für Lastwagen

 An den Kreuzungen Bassenbrink/Bahnhofstraße/Lange Straße und Lange Straße/ Grover Straße sollen möglichst eindeutige Veränderungen vorgenommen werden, um speziell den Schwerlastverkehr frühzeitig auf die zu erwartenden Behinderungen am Bassenbrink und an der Grover Straße vorzubereiten. Dies würde die Fahrer nach Ansicht von Ratsherr Matthias Schellhaus (Grüne) vom Einbiegen in beide Straßen abhalten. Planer Norman Levin hält außerdem Zebrastreifen an Bassenbrink und Bahnhofstraße im Kreuzungsbereich für sinnvoll, weil dort morgens und mittags Schüler entlang kommen. gus